Jahreszeiten Verlag baut „Petra“ um

Mittwoch, 22. Oktober 2008
Das Dummy-Cover der neuen „Petra“
Das Dummy-Cover der neuen „Petra“

Nach dem Facelift fürs Gesundheitsmagazin „Vital" knöpft sich der Jahreszeiten Verlag (Jalag) nun sein monatliches Frauenmagazin „Petra" vor. „Leser nehmen die Kernkompetenzen, das Profil und die Struktur des Heftes nicht mehr so wahr, wie wir das gerne hätten", sagt Jan Pierre Klage, seit einem Jahr Geschäftsführer der Jalag-Frauenmagazine. Zwar genieße die Marke auch bei Werbekunden hohes Ansehen und Vertrauen - doch Relevanz und Differenzierung gegenüber anderen Titeln seien schwächer ausgeprägt. Ab der Februar-Ausgabe, die Mitte Januar erscheint, erhält das Blatt eine dreigeteilte Struktur. News und Tipps stehen im Ressort „Petras Welt", Mode- und Beauty-Themen in „Petras Look", es folgt der Magazinteil „Petras Life". Vor allem diese profilbildenden „Themen des Lebens" (Klage), etwa Partnerschaft und Job, seien bisher zu kurz gekommen. Strategische Zielgruppe seien die so genannten „Modernen Performer": junge, unkonventionelle, lebenshungrige und ehrgeizige Frauen.

Außerdem wird „Petra" ab 2009 im selben, größeren Format wie etwa „Maxi" und „Cosmopolitan" erscheinen. Der Copypreis bleibt bei 2,50 Euro. Um gezielt jüngere Frauen anzusprechen, gibt es künftig parallel eine Pocketausgabe (1,50 Euro) und sporadisch eine dritte, teurere Variante mit Extras wie DVDs. Im Dezember startet die Teaser-Phase einer Werbekampagne mit hoch einstelligem Millionbudget in Print, TV, Plakat, am PoS und im Internet (Agentur: KNSK, Hamburg). Hinzu kommen Vertriebsaktionen, um das Heft breit zu streuen. 2007 verkaufte „Petra" im Durchschnitt 240.000 Hefte, vor zehn Jahren waren es über die Hälfte mehr. Chefredakteurin ist seit Anfang 2005 Ulrike Fischer. rp

Wie der Jalag sein Frauen-Portfolio neu ordnet, lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 43/2008, die am Donnertag dieser Woche erscheint.
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