Jack Dorsey: „Twitter erleichtert direkte Demokratie“

Montag, 23. Januar 2012
Focus-Autor Holger Schmidt mit Jack Dorsey und Autor David Kirkpatrick (v.l. / Getty Images / DLD)
Focus-Autor Holger Schmidt mit Jack Dorsey und Autor David Kirkpatrick (v.l. / Getty Images / DLD)
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Es ist das erste Mal, dass Twitter-Gründer Jack Dorsey in Deutschland ist – und sofort betont er die Bedeutung des deutschen Marktes für sein Unternehmen: „Wir bauen gerade ein Team in Deutschland auf – wer einen coolen, neuen Job sucht, kann sich bei mir melden“, so der Gründer des Microblogging-Dienstes auf Burdas DLD Conference in München. In seinen Augen ist 2012 ein wichtiges Jahr für sein Unternehmen in Deutschland, da „die Leute verstehen, dass sie nicht selbst twittern müssen, um Twitter zu nutzen“. Überhaupt betont Dorsey die Bedeutung des Dienstes als Nachrichtenquelle: „Unser Hauptziel ist es, unverzüglich die relevantesten Inhalte zu liefern.“ Twitter bringe „die Leute näher an das heran, was gerade in der Welt passiert“.

Dabei helfe Twitter auch auf politischer Ebene: „Twitter erleichtert direkte Demokratie“, so Dorsey. Wenn die Leute über Themen besser informiert seien, könnten sie auch bessere Entscheidungen treffen, so der Twitter-Gründer. Da der Microblogging-Dienst auf jedem Gerät funktioniere, könne sich jeder auf der ganzen Welt daran beteiligen.

Auch über sein zweites Projekt – Dorsey sitzt nicht nur im Aufsichtsrat von Twitter, sondern ist auch CEO von Square – spricht er: „Wir arbeiten hart daran, 2012 auch außerhalb der USA präsent zu sein.“ Square ist ein Startup, das sich mit dem Thema Mobile Payment beschäftigt und bislang nur in den USA verfügbar ist. Mittels einer App können Nutzer über iPhone oder Android-Telefone bezahlen. Aktuell beobachte sein Team mehrere Märkte, dabei steht vor allem Asien im Fokus. „Hier fehlen noch Möglichkeiten, um elektronisch zu bezahlen“, so Dorsey. sw
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