Ja zur Sportschau: Bundesliga kehrt in die ARD zurück

Freitag, 27. Juni 2003

Die Fußball-Bundesliga kehrt in die ARD zurück. Von der kommenden Spielzeit an wird es nach mehr als einem Jahrzehnt wieder eine Sportschau mit ausführlichen Berichten von der höchsten deutschen Spielklasse samstags im Ersten geben. Die ARD einigte sich mit dem Rechteinhaber Infront über einen Vertragsabschluss, der die Erstrechte der sieben Samstagsspiele sowie zwei Live-Spiele pro Saison umfasst.

Der Vertrag sieht für die ARD die Option einer Verlängerung bis einschließlich der Spielzeit 2005/2006 vor. Jobst Plog, ARD-Vorsitzender: "Nach harten Verhandlungen sind wir zu einem fairen Ergebnis gekommen. Die ARD zahlt deutlich weniger für die Highlight-Berichterstattung als bislang SAT 1 - und das für ein so hoch attraktives Programm wie die Bundesliga." Die Angemessenheit des Preises ergebe sich schon daraus, dass ein kommerzieller Sender die Sonntagsspiele zu gleichen Bedingungen wie die ARD kauft. Plog: "Die Zuschauer können sich freuen: Auch mittelfristig verschwindet die Bundesliga nicht im Pay-TV."

Die kurze Zeit bis zum Saisonstart Anfang August will die ARD nutzen, um ein attraktives Konzept für eine Bundesliga-Sportschau zu entwickeln. Die Federführung für diese ARD-Gemeinschaftsleistung liegt beim WDR in Köln; maßgeblich beteiligt an den Planungen für die künftige Samstags-Sportschau ist Günter Struve, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen.

Die Rechte an der Erstverwertung für die beiden Sonntagsspiele der Fußball-Bundesliga hat sich das Deutsche Sportfernsehen (DSF) gesichert. Der Vertrag mit dem Lizenzgeber Infront gilt für die Saison 2003/2004, für die beiden nächsten Spielzeiten erhält das DSF ein Optionsrecht.

Ab 16 Uhr 30 beginnt der Sender künftig die Berichterstattung über die 1. und 2. Bundesliga und beinhaltet über vier Stunden Fußball pur. "Der Super-Sonntag im DSF ist ein Idealfall für Zuschauer und die Deutsche Fußball-Liga, aber auch für die werbungtreibende Wirtschaft, die eine erstklassige Plattform erhält", glaubt DSF-Chef Rainer Hüther. nr

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