JC Decaux verzeichnet deutlichen Ergebnisrückgang

Mittwoch, 11. März 2009
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Der französische Außenwerber JC Decaux erwartet für 2009 zum erstenmal in der Geschichte des Unternehmens einen Rückgang des organischen Umsatzes. Diese Prognose gibt das Unternehmen in den Jahreszahlen für 2008 bekannt. Dennoch startet JC Decaux mit einem Plus ins neue Jahr und verbesserte seinen Konzernumsatz um 2,9  Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Im Gegensatz zum Vorjahr sinkt allerdings das Ebit diesmal um 32,5 Prozent auf 236,4 Millionen Euro, 2007 stieg es noch um 6,8 Prozent. Die operative Marge gibt um 1,0 Prozent nach und liegt bei 549,9 Millionen Euro. Auch beim Konzerngewinn muss der Out-of-Home-Experte mit einem Minus um die 51,1 Prozent starke Verluste hinnehmen und kommt auf 108 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr lag der Gewinn des Unternehmens noch bei 221 Millionen Euro. Auch im Stammgeschäft, der Stadtmöblierung, fällt die operative Marge niedriger aus. JC Decaux verbucht mit rund 396,9 Millionen Euro ein Minus von 2,4 Prozent. Solides Wachstum meldet das Unternehmen in den Niederlanden, Dänemark und in Spanien sowie in einigen Ländern in Mittel- und Osteuropa. Negative Bilanz muss JC Decaux in Frankreich und England ziehen. Der Konzern führt die Verluste der Werbeeinnahmen insbesondere auf die „angespannte Situation" der Kommunikationsbranche zurück.

Ein positives Ergebnis erzielt der Außenwerber im Bereich Transportmedien. Hier stieg die operative Marge um 32,4 Prozent auf 82,5 Millionen Euro. Im Segment Großflächenwerbung sank die operative Marge dagegen um 18,2 Prozent und lag insgesamt bei 70,5 Millionen Euro.

Jean-François Decaux, Co-CEO von JC Decaux, rechnet damit, dass in diesem Jahr der organischen Umsatz seines Unternehmens sinken wird: „Im ersten Quartal wird der Rückgang voraussichtlich rund 10 Prozent betragen." Unter Umständen sei es wichtig, dass JC Decaux finanziell flexibel bleibt, so Decaux. Aus diesem Grund schlage der Vorstand vor, für das Jahr 2008 keine Dividende auszuschütten. Das Unternehmen wolle sich insgesamt verstärkt auf das Liquiditätsmanagement fokussieren, um zielgenau investieren zu können, wenn sich die Chance bietet. Darüber hinaus werde der Vorstand über optimierte Prozesse und eine verbesserte Infrastruktur die Ausgaben senken. nk 
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