Irak-Krieg sorgt für Stornowelle

Donnerstag, 20. März 2003

Der US-Militärschlag auf den Irak und die Ankündigung von US-Präsident George W. Bush, dass der Krieg länger dauern könnte als vorhergesagt, dämpft die Hoffnung der Werbebranche auf einen Aufschwung. Während die Medien, die sich bereits seit Wochen auf den Kriegsbeginn vorbereitet haben, mit Programmumstellungen auf die ersten Bomben reagieren, gingen heute morgen insbesondere bei den TV-Vermarktern Stornos von Werbebuchungen in Millionenhöhe ein.

Im In- und Ausland steht das Unterhaltungsprogramm der TV-Sender auf dem Prüfstand. So soll zwar am Wochenende die Oscar-Verleihung, die vom US-Sender ABC übertragen wird, stattfinden, ob das ZDF-Flaggschiff "Wetten, dass ...", eine der zuschauerstärksten Sendungen in Deutschland, jedoch an diesem Samstag ausgestrahlt wird, ist derzeit noch offen. Eine Entscheidung, so heißt es seitens des öffentlich-rechtlichen Senders, werde kurzfristig getroffen.

Mit einer Anzeige reagiert das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner aktuellen Werbekampagne auf den Irak-Konflikt. Lediglich das Schlagwort "Irak" steht in der "Spiegel"-Typo auf der einseitigen Anzeige, die heute in der "Wirtschaftswoche" zu sehen und demnächst auch in "TV Hören und Sehen", "Hörzu" und "DM Euro" zu finden ist. Darunter ist der Claim zu lesen: "Spiegel"-Leser wissen mehr. (Agentur: Wire Advertising, Hamburg). sch
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