Investoren bestürmen Goldman Sachs wegen Facebook-Anteilen

Donnerstag, 06. Januar 2011
Der Hype um das soziale Netzwerk geht weiter
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Für einen Einstieg beim sozialen Netzwerk Facebook rennen die Kunden Goldman Sachs regelrecht die Türen ein. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" soll die Investmentbank Angebote über insgesamt mehrere Milliarden Dollar erhalten haben. Daher wolle die Bank schon bald keine Gebote mehr annehmen. Bei den potenziellen Investoren handele es sich in erster Linie um wohlhabende Privatkunden, aber auch institutionelle Investoren wie Hedgefonds und Partner der Bank sollen nach ihren Kaufabsichten gefragt worden sein. Hintergrund: Goldman Sachs ist mit einem Investment von 450 Millionen Dollar bei Facebook eingestiegen. Dafür soll die Großbank einen Aktienanteil von 0,8 Prozent erhalten haben. Zudem sollen die Kunden ihr Geld über einen Fonds von bis zu 1,5 Milliarden Dollar bei dem sozialen Netzwerk anlegen können. Nach dem "WSJ" gibt es dafür harte Bedingungen: Die Anleger müssen bereit sein, mindestens 2 Millionen Dollar zu investieren, und dürfen ihre Anteile nicht vor 2013 wieder verkaufen.

Da Facebook kein börsennotiertes Unternehmen ist, hat die Börsenaufsicht SEC die Community und Goldman bereits ins Visier genommen. Sie befürchtet einen Verstoß gegen die 500-Aktionäre-Regel: Demnach müssen US-Firmen im Privatbesitz mit mehr als 500 Anteilseignern bestimmte finanzielle Informationen offenlegen. bn
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