Interview: "Intouch ist die gedruckte große Show"

Mittwoch, 19. Oktober 2005
Thomas Schneider, Bauer Verlag
Thomas Schneider, Bauer Verlag

Thomas Schneider, journalistischer Geschäftsleiter beim Bauer Verlag, über das neue Peoplemagazin

Sie sind seit knapp einem Jahr als journalistischer Geschäftsleiter bei Bauer für die Einführung neuer Titel zuständig - und erst jetzt kommt das lang angekündigte "Intouch" auf den Markt. Warum hat es so lange gedauert?
Thomas Schneider: "Intouch"-Chefre dakteur Marc Werthmann und ich haben am 3. Januar angefangen, das Konzept und die Idee von "Intouch" gemeinsam zu erarbeiten. Damals hatte Herr Werthmann 15 Computer ohne Redakteure - heute arbeitet er mit einer 40-köpfigen Redaktion, die übrigens bestimmt die jüngste in Deutsch land ist. Lange hat es nicht gedauert, "Intouch" zu launchen - schließlich ist so ein Heft nicht in drei Monaten zu stemmen.

Sie sagten einmal, dass ein erfolgreiches Heft ein Gesicht braucht - so wie "Bunte" mit Patricia Riekel verbunden wird. Sind Sie das Gesicht von "Intouch"?
Schneider: Nein. Das ist wie beim Autorennen. Bauer ist der Rennstall, ich bin der Rennleiter, und dann gibt es den Fahrer Marc Werthmann - auf den kommt es an. Herr Werthmann muss das Rennen fahren und ist somit das Gesicht von "Intouch", nicht ich. Das wäre ja sonst auch schade, weil ich ja noch andere Projekte machen will. Und so viele Gesichter möchte ich nicht haben.

Dem Vernehmen nach heißt das nächste Projekt "Talk"?
Schneider: Wir denken derzeit über sehr viele Projekte nach. Der Verlag hat viele Möglichkeiten auf bestehenden Objekten aufzubauen, sie zu erweitern oder aber völlig neue Märkte anzugehen. Den Namen "Talk" habe ich in der Tat schützen lassen, weil er zu einigen Ideen, über die wir nachdenken, passen würde. Bislang ist das aber nur eine vage Maßnahme, hinter der noch kein Konzept steht.

Wieviel Zeit hat "Intouch" sich zu bewähren?
Schneider: Es ist nicht geplant, das Heft wieder vom Markt zu nehmen. Ich gehe davon aus, dass die Zahlen sehr gut sein werden und dass es im Segment bald Nachahmer geben wird.

In "Intouch" gibt es mit Aktuelles und Lifestyle lediglich zwei Ressorts. Warum verzichten Sie auf die üblichen Bausteine Beauty, Mode und Reisen?
Schneider: "Intouch" soll auf dem deutschen Markt ein neues Feld eröff nen. "Intouch" ist ein rein unterhalten des Magazin, gemacht für eine Frau, die im Straßencafé sitzt und für 20 Minuten einen Latte Macciato trinkt. "Intouch" ist nichts anderes als die gedruckte große Show. Wir werden uns nicht scheuen, eine Story weiterzudrehen, auch wenn wir die handelnden Personen schon in der vorigen Ausgabe hatten. Das ist wie bei einer Fernsehserie.

Wann gibt es "Intouch" im Fernsehen?
Schneider: Darüber denken wir nach.

Interview: Irmela Schwab

Das vollständige Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von HORIZONT, die am 20. Oktober erscheint.
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