Interview: Aktueller ORM ist letzte Aktivität der Agirev

Donnerstag, 28. August 2003
Holger Frase, Agirev
Holger Frase, Agirev
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Holger Frase, Vorstand Marketing & PR der Agirev, über den ORM und die künftige Web-Mafo.

HORIZONT: Welche Ergebnisse des aktuellen Online-Reichweiten-Monitors (ORM) haben Sie besonders überrascht?
Holger Frase: Vor allem das große Interesse der Onliner am Instant Messaging, also der Echtzeit-Mail-Funktionen. Die Nutzer sind relativ jung, aber meist schon länger im Netz. Ich hatte das Thema stärker bei den Internet-Neueinsteigern vermutet. Überraschend ist daneben auch die überdurchschnittlich hohe Affinität der Internetnutzer zu Hightech-Produkten wie DVD oder Digitalkameras. Das Phänomen liegt zwar nahe, fällt aber deutlicher aus als erwartet.

Wird die Nutzerschaft des Internet auf absehbare Zeit die Gesamtbevölkerung repräsentieren?
Frase: Der Trend geht auf jeden Fall dahin, das zeigt auch der aktuelle ORM. Der Anteil etwa von Frauen oder älteren Leuten steigt beständig an. Auch die weniger Gebildeten und die Leute aus kleinen Ortschaften gehen nun online.

Ist dies nun der letzte ORM? Die Studie soll ja im nächsten Jahr einer neuen Erhebung der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (AGOF) weichen.
Frase: Richtig. Die erste AGOF-Welle soll im Frühjahr 2004 vorliegen und würde also mit unserem nächsten ORM zusammenfallen. Die Agirev wird also im September aufgelöst. Dies ist aber eher ein Grund zur Freude, weil alle beteiligten Vermarkter dann in der AGOF zusammenarbeiten werden, und zusätzlich die Absender der @facts-Studie, also alle relevanten Unternehmen.

Interview: Klaus Janke
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