Internet wird zum Treiber für das Pay-TV-Geschäft

Donnerstag, 20. Oktober 2011
"Sind ans Telefon gegangen": Sky-Chef Brian Sullivan
"Sind ans Telefon gegangen": Sky-Chef Brian Sullivan


Allen Unkenrufen zum Trotz wird sich Bezahlfernsehen auch in Deutschland durchsetzen. Zu dieser Einschätzung kommen die Unternehmensberater von Solon Management Consulting. Vor allem Online-Pay-TV wird den Markt treiben. Dass diese Form des Fernsehens sich noch nicht durchgesetzt hat, hat im Wesentlichen zwei Gründe: Es ist den Menschen zu teuer. Und sie bevorzugen es, TV-Angebote auf einem Fernsehgerät zu sehen. "Das ist ein Problem, das sich in nächster Zeit lösen wird", sagte Henning Röper, Geschäftsführer von Solon, auf den Medientagen München.

Neben dieser technischen Vorliebe, die durch die neuen hybriden TV-Geräte gelöst wird, die Internet auf den Fernsehbildschirm bringen, macht Solon inhaltliche Erfolgsfaktoren aus. Die Exklusivität des Contents, die Erlebnisqualität und die Verfügbarkeit jederzeit und an jedem Ort sind entscheidend dafür, dass der Verbraucher auch bereit ist, zu bezahlen.
Brian Sullivan, seit vergangenem Jahr CEO von Sky Deutschland, hat dem defizitären Pay-TV-Unternehmen zumindest in Sachen Abonnentenwachstum einen deutlichen Schub beschert. Auf die Frage, wie er das geschafft habe, antwortete er ironisch: "Wir sind ans Telefon gegangen und die Set-top-Boxen funktionieren." Der Konzern, der bis 2009 als Premiere aufgetreten ist, war für seinen schlechten Service bekannt. Dort hat Sullivan direkt nach Amtsantritt angesetzt.

Der Weg ist aus seiner Sicht aber noch nicht zu Ende gegangen: "Es wird nie einfach, sondern immer harte Arbeit sein", sagte er. Trotz des Aufwärtstrends musste Sky Deutschland immer wieder den Break-Even-Zeitpunkt nach hinten schieben. Einer der Gründe dafür sind jedoch auch die Investitionen. Mit den Starts der Angebote Sky+, dem Multiroom Service, von Sky Anytime und Sky go hat das Unternehmen in den vergangenen Monaten ein wahres Feuerwerk gezündet. pap
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