Internet drängt TV in den USA zurück

Montag, 03. Dezember 2001
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Universität Kalifornien Internetnutzung USA


Was bislang nur als These im Raum stand, scheint sich nun zu bestätigen: Wer viel surft schaut weniger fern. Nach den Ergebnissen einer Studie des Center für Communication Policy der Universität Kalifornien geht die steigende Internetnutzung vor allem zu Lasten des TV-Konsums. So weist der Internet Report 2001 für die befragten Internetnutzer im Jahr 2001 pro Woche 4,5 Stunden weniger Fernsehkonsum als bei Nicht-Nutzern des Internet auf.

Mit 33,2 Prozent führt das Fernsehen die Liste jener Aktivitäten an, die seit Einführung des Internet im Haushalt signifikant zurückgegangen sind, deutlich vor Lesen von Print-Produkten (19,4 Prozent), Schlafen (15,8 Prozent) oder Radiohören (15,6 Prozent) an. Die repräsentative Umfrage wurde in 2006 US-Haushalten durchgeführt.

Gegenüber 2000 ist die Internet-Durchdringung in den Haushalten von 66,9 auf 72,3 Prozent gestiegen. Parallel zur steigenden Erfahrung im Internet sinkt der TV-Konsum signifikant weiter. 29,9 Prozent der Internetnutzer mit weniger als einem Jahr Interneterfahrung (Anfänger) gaben an, weniger TV zu konsumieren.

Bei Usern, die sich bereits fünf Jahre und länger im Netz bewegen (Power-User), sind es bereits 34,7 Prozent. Während Nicht-Nutzer zehn Stunden pro Woche im Familienkreis fernsehen, ungefähr gleich lang wie bei den Anfängern (9,4), so ist dieser Wert bei Power-Usern bereits deutlich niedriger (6,7 Stunden).
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