Internet World 2002: Diebold prognostiziert großes Potenzial für Peer-to-Peer-Systeme

Donnerstag, 06. Juni 2002
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Große Chancen für Peer-to-Peer-Systeme im Internet sieht Diebold Deutschland. Auf der Internet World stellte die Unternehmensberatung erste Ergebnisse einer Studie über die Marktpotenziale der dezentralen Kommunikation von User zu User vor. Vor allem der organisierte Tausch von Dateien und von Speicherkapazität bei rechnerintensiven Aufgaben biete große Potenziale.

Andreas Becker, Leitender Berater des Geschäftsbereichs Medien, Publishing & Entertainment bei Diebold, wies vor allem darauf hin, dass es bereits zahlreiche Beispiele für Peer-to-Peer-Anwendungen gebe. Allein im Diskussionsbereich des Internets, dem Usenet, existierten rund 30.000 Newsgroups, in denen sich User über die verschiedensten Themen austauschen.

Populärste Anwendung sei jedoch der Tausch von Musik- und Filmdateien, der vor allem von der Musiktauschbörse Napster eingeführt worden ist. Die Medienindustrie sei jedoch kaum in der Lage, die rege Tauschpraxis für eigene Geschäftsmodelle zu nutzen. Becker erteilte dem von Bertelsmann geplanten kostenpflichtigen Modell für Napster eine klare Absage: "Ein Abosystem wird scheitern, weil immer mehr Gratisangebote existieren."

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