Internet-Verband Eco verabschiedet Richtlinien für das Online-Direktmarketing

Montag, 15. Oktober 2001

Der Verband der deutschen Internetwirtschaft, Electronic Commerce Forum (ECO) in Köln, hat eine neue Richtlinie für Online-Direktmarketing verabschiedet. Die so genannte "Permission Marketing Policy" legt verbindliche Regeln fest, an die sich Unternehmen beim digitalen Marketing per E-Mail, Fax oder SMS halten sollen.

Ziel ist es, die Menge an unerwünschter Werbung bei Verbrauchern einzudämmen. Durch die neue Regelung sollen die Konsumenten nur dann Werbeinformationen erhalten, wenn sie ausdrücklich angefordert wurden. "Diese Notwendigkeit ergibt sich schon daraus, dass der Versand von werblichen E-Mails, Faxen und Handy-Kurznachrichten ohne Zustimmung des Empfängers in Deutschland rechtswidrig ist", erläutert Torsten Schwarz, Vorsitzender des verbandsinternen Arbeitskreises "Online-Marketing".

Zudem gibt die neue Bestimmung vor, dass die vom Verbraucher angegebene Adresse nur für die angeforderte Werbung verwendet und nicht ohne Zustimmung als Kundenadresse weitergegeben werden darf. Die Empfänger haben ferner das Recht, sich jederzeit selbst wieder vom Verteiler zu streichen. Außerdem sollte jedes Unternehmen, das Onlinewerbung verschickt, eine verständlich formulierte Datenschutzrichtlinie erarbeiten und den Kunden kommunizieren.
Meist gelesen
stats