Internet-Philosoph David Weinberger: "Wir sind das Medium"

Donnerstag, 20. Oktober 2011
Internet-Philosoph David Weinberger
Internet-Philosoph David Weinberger
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David Weinberger Kernsatz Harvard


„Märkte sind Gespräche“. Es ist einer der Kernsätze mit denen das Cluetrain Manifest einst das Verhältnis von Unternehmen und ihren Kunden völlig neu definierte. Doch Mit-Autor David Weinberger warnt im HORIZONT-Interview davor, nun Marketing immer als Konversation zu verstehen. „Nicht jede Marketing-Kampagne sollte ein Gespräch sein. Wenn Unternehmen so agieren, kann das aufdringlich werden“, sagt Weinberger. Wenn ein Verkäufer sich mit einem divergierenden Interesse an den Gesprächen beteilige, könne das genauso störend sein, wie in der Offline-Welt, so Weinberger, der der an der US-Universität Harvard lehrt und zu den führenden Denkern über die Auswirkungen des Internets auf Beziehungen, Kommunikation und Gesellschaft zählt. In der Welt von Social Media könne es für Unternehmen aber dennoch sinnvoll sein, sich mit Discountangeboten einzubringen.

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Das komplette Interview lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 42/2011 vom 20. Oktober, in der iPad-Ausgabe sowie im HORIZONT-Blog Off-the-Record.de.

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Aus Sicht von Weinberger haben sich durch das Web und die Netzwerke die Machtverhältnisse zugleich massiv verschoben. Der Nutzer entscheide, welche Informationen weiter gereicht würden. Das gelte auch für die Werbung: "Es werden keine Botschaften durch das Medium verteilt, solange wir diese nicht selbst interessant finden. Ich schicke Ihnen keine Werbebotschaft, wenn ich sie nicht interessant finde." Nicht das Internet sei daher das Medium: "Wir sind das Medium." ork
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