Internet-IVW: Firmen messen sich mit den Verlagen

Mittwoch, 13. Oktober 1999

"Die kostenlosen Features unseres Angebots müssen über Werbung refinanziert werden", sagt Consors-Sprecherin Stephanie . Zum ersten Mal hat der Disountbroker Consors die Zugriffe auf sein Web-Angebot bei der IVW gemeldet. Weitere Unternehmen, davon ist auszugehen, werden folgen. "Dass das mal kommen würde, war klar." Lapidar kommentiert Manfred Klaus, Marketingleiter von Focus Online, einen Coup des Direktbrokers Consors, der der Dauerdebatte um die Internet-Reichweiten der Werbeträger zusätzlichen Zündstoff verleiht. Klammheimlich und ohne großes Aufheben hat das Nürnberger Unternehmen die Zahlen für seine Website Consors Brokers World im September erstmals bei der IVW, der wichtigsten Instanz zur Messung der Reichweiten von Werbeträgern, gemeldet. Und mit beachtlichen knapp 6 Millionen Visits (Besuche) und 34 Millionen Page Impressions (Zugriffe) rangiert das Angebot im Gesamtranking immerhin vor altehrwürdigen publizistischen Internet-Schlachtschiffen wie RTL Online, Stern Online und Spiegel Online: Die Webites der Verlage bekommen auf dem Online-Werbemarkt zusätzliche Konkurrenz von klickintensiven Unternehmens-Auftritten, fürchtet mancher Online-Publisher.
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