Internet Facts: Vermarkter UIM rutscht auf Platz 3 ab

Donnerstag, 18. März 2010
Liegt vorn: Interactive-Media-Boss Guido Sachs
Liegt vorn: Interactive-Media-Boss Guido Sachs

Die Studie "Internet Facts 2009-IV" der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (Agof) sorgt in dieser Woche für eine Überraschung. Im Ranking der Vermarkter verliert der einstige Marktführer United Internet Media (UIM) weiter an Boden. Mit einem Minus von 360.000 Unique Usern fällt das Unternehmen von dem Silber-Rang auf Platz 3 zurück, hinter Tomorrow Focus und Interactive Media. Erst im September 2009 musste UIM die Spitzenposition abgeben. Der Hauptgrund hierfür sind Reichweitenverluste bei den großen Portalen im Portfolio. Web.de büßt gegenüber "Internet Facts 2009-III" eine Million Unique User ein; die Nutzergemeinde von GMX.de schrumpft um 170.000 Personen. Die größten Verluste fährt unter den Top-Ten-Vermarktern wenig überraschend AOL Media Netzwerk ein. Da das Unternehmen seine Büros hierzulande schließt, suchen sich die Mandanten neue Vermarkter.

Deutliche Zuwächse verbucht neben den Spitzenreitern Tomorrow Focus und Interactive Media auch der Vermarkter Axel Springer Media Impact. Bei ihm beträgt das Plus 1,5 Millionen Unique User. Auch IQ Digital kann deutlich zulegen (plus 1,3 Millionen UU). Im Gegensatz zum Schwesterunternehmen IQ Media Marketing, das zuletzt mehrere Mandanten verloren hat, konnte die Digital-Unit neue Kunden gewinnen - vor wenigen Wochen Netzwelt.de.

Interactive Media ist Spitzenreiter
Interactive Media ist Spitzenreiter
Im Ranking der Angebote sorgt Stay Friends für Aufsehen. Das Social Network, das derzeit noch von AOL vermarktet wird, gewinnt mehr als 1,5 Millionen Unique User und erobert Platz 7. Damit zieht das Angebot an dem Rivalen Wer-kennt-wen.de vorbei, der zum Portfolio von IP Deutschland gehört. Deutliche Zuwächse verzeichnen unter den Top Ten zudem das Content-Angebot von T-Online und der Internetauftritt der Computerzeitschrift "Chip".

UIM-Vorstand Ehrlich: "Das ist kein Beinbruch"

UIM-Vorstand Ehrlich: "Das ist kein Beinbruch"
United Internet Media (UIM) ist der Verlierer der "Internet Facts 2009-IV". Im Ranking der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (Agof) rutscht der einstige Marktführer mit einem Minus von 360.000 Unique Usern auf Platz 3 ab. HORIZONT.NET hat mit UIM-Vorstand Matthias Ehrlich über die Gründe gesprochen. weiterlesen

Bei den Nachrichtenangeboten liegt Bild.de erneut vor Spiegel Online. Die Website von Axel Springers Boulevardblatt hat den Internetauftritt des Nachrichtenmagazins im vergangenen Quartal zum ersten Mal überholt. In der aktuellen Agof-Ausweisung kann Bild.de den Abstand zum Konkurrenten sogar noch ausbauen. Derzeit verzeichnet die Website 6,4 Millionen Unique User - 740.000 Nutzer mehr als Spiegel Online. Neben "Bild" kann auch Springers "Welt" punkten. Die Website der Tageszeitung lockt knapp 500.000 User mehr an als im vergangenen Quartal (insgesamt 3,74 Millionen UU) und schiebt sich damit vor Focus Online.

Der prominenteste Neueinsteiger im Agof-Ranking ist die Business-Community Xing. Bei seiner Premiere schafft das Netzwerk mit 2,1 Millionen Unique Usern den Sprung auf Platz 56. Neu dabei ist auch die Reisezeitschrift "Merian" (vermarktet von Spiegel QC) mit ihrem Internetauftritt. Sie platziert sich mit 260.000 UU auf Platz 262 und damit in der oberen Hälfte der Tabelle. Etwas weiter vorne - auf Platz 226 - kann sich der Debütant VIP.de positionieren. Die Klatsch-Website, die zum Portfolio von IP Deutschland gehört, verbucht 340.000 UU. bn
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