Interimschef Diller macht Weg für Verkauf von Universal frei

Mittwoch, 05. März 2003

Der Weg für den Verkauf der US-Mediensparte des hoch verschuldeten Konzerns Vivendi Universal ist offenbar frei. Wie das "Handelsblatt" berichtet, ist US-Interimschef Barry Diller bereit, die Kontrolle über das Geschäft in den USA bis spätestens Mai aufzugeben. Diller kann durch ein Mitspracherecht bei Veränderungen der Gesellschafterstruktur einen Verkauf blockieren. Durch sein Einlenken könnte der Aufsichtsrat bereits morgen ein Bieterverfahren in Gang setzen. Neben den Interessenten General Electric, zu denen NBC gehört, und Metro-Goldwyn-Mayer ist momentan auch Viacom als aussichtsreicher Kandidat im Gespräch.

Zu Viacom gehört unter anderem das Hollywood-Studio Paramount Studios und die Fernsehsender CBC und MTV. Nach Informationen des Wall Street Journal traf sich Viacom-Chef Sumner Redstone mit Vivendi-Chef Jean-René Fourtou. Bei einer Übernahme durch Viacom träten allerdings wettbewerbsrechtliche Bedenken auf, da Viacom dann zwei der großen Hollywood-Studios unter seinem Dach vereinen würde. Als weiterer Bieter ist auch der US-Ölmilliardär Marvin Davies zusammen mit dem Medienmanager Brian Mulligan im Gespräch. ra
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