Integration von Fernsehen und Internet soll zur zentralen Strategie werden

Donnerstag, 16. März 2000

Pay-TV wird sich in der historisch gewachsenen Fernsehlandschaft Europas als Massenmedium nicht durchsetzen. Das ist das Ergebnis einer Studie von Price Waterhouse Coopers mit dem Titel "Consumer or Content - The Digital Dilemma". Bis zum Jahr 2010 sollen alle Fernsehprogramme digital ausgestrahlt werden. Mit der bevorstehenden Aufrüstung des Kabel-TV-Netzes können zwei Drittel der deutschen Haushalte über die Fernsehleitung mit dem weltweiten Netz verbunden werden. So wie durch das Zusammenwachsen von Mobilfunk und Internet eine Flut von neuen Angeboten und Geschäftsmodellen entstanden ist, wird laut Price Waterhouse Coopers das Internet auch das Fernsehen bereichern und neue Geschäftsmodelle für digitales Fernsehen eröffnen. Die Bausteine der Strategie sind die Verzahnung von Fernsehinhalten mit Einkaufs-, Service- und Informationskanälen und umgekehrt, die effiziente Mehrfachnutzung von Inhalten. "Die Zukunft liegt in einem individualisierten One-to-One-Marketing, das mit Hilfe von E-Business-Modellen in die Praxis umgesetzt wird und die Wirtschaftlichkeit von Sendeprojekten erhöht. Im digitalen Zeitalter entscheidet der Kunde über die künftige Struktur des Fernsehmarktes", so Andreas Hanitsch, Partner bei Price Waterhouse Coopers und Leiter der Beratungsgruppe für Technologie, Medien und Telekommunikation.
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