Insolvenzverwalter Schmitt: Namhafte Interessenten für "FR"

Dienstag, 20. November 2012
Für die insolvente "Frankfurter Rundschau" gibt es offenbar erste Interessenten
Für die insolvente "Frankfurter Rundschau" gibt es offenbar erste Interessenten


Nach den Hiobsbotschaften in der vergangenen Woche keimt bei der insolventen "Frankfurter Rundschau" ein Funken Hoffnung auf: Der vorläufige Insolvenzverwalter Frank Schmitt sagte gegenüber HR Info, dass es für die Tageszeitung bereits namhafte Interessenten gibt. "Es gibt nach den ersten Gesprächen meines Erachtens auch wirklich ernst gemeinte Anfragen und Angebote an uns. Das betrifft insgesamt den Verlag aber auch die Druckerei", so Schmitt. Konkrete Namen nannte er nicht. Unklar ist noch, welche Form der Übernahme erfolgen könnte. Eine Möglichkeit wäre laut Schmitt die so genannte übertragene Sanierung: "Das heißt, dass ein Geldgeber eher ein Investor wäre, der die Aktiva der Gesellschaft übernimmt. Mit dem Vorteil, die Schulden nicht übernehmen zu müssen." Auf diese Weise könne ein ganz neuer Start und eine neue Ausrichtung beginnen, so Schmitt.

Nachdem er zum Insolvenzverwalter bestellt worden war, hatte Schmitt verlauten lassen, dass es bei der Rettung der "Frankfurter Rundschau" keine Denkverbote geben dürfe: "Wir sammeln Ideen, kein Vorschlag ist tabu", betonte Schmitt im Gespräch mit "FR"-Chefredakteur Arnd Festerling. Auf weitere Mittel der Gesellschafter M. DuMont Schauberg und DDVG können Schmitt und sein Team dabei aber offensichtlich nicht hoffen. Deswegen wäre ein externer Investor auch so wichtig. ire
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