Insiderhandel: Geldstrafe für Ex-Freenet-Chef Eckhard Spoerr

Freitag, 30. Januar 2009
Eckhard Spoerr wird zur Kasse gebeten
Eckhard Spoerr wird zur Kasse gebeten

Für Eckhard Spoerr kommt es derzeit knüppeldick. Erst räumte er am 23. Januar seinen Chefsessel bei Freenet, heute verurteilte ihn die Wirtschaftsstrafkammer des Hamburger Landgerichts wegen Insiderhandels zu einer Geldstrafe von 300.000 Euro. Sein Finanzchef Axel Krieger muss 150000 Euro zahlen. Außerdem müssen die beiden Manager den Nettoerlös aus der Transaktion von jeweils rund 700 000 Euro an die Staatskasse überweisen. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die beiden Angeklagten kurz vor dem dramatischen Einbruch des Börsenkurses im Sommer 2004 unter Ausnutzung von Insiderwissen Freenet-Aktien verkauft und damit einen Bruttogewinn von jeweils rund 1,2 Millionen Euro gemacht haben.

Beide Angeklagte hatten den Vorwurf des Insiderhandels stets zurückgewiesen. Die Verteidigung hatte Freispruch gefordert und kündigte noch am Freitag Revision an. mir
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