Inkubator Venturepark wird aufgelöst

Mittwoch, 27. Juni 2001

Die Risikokapitalgesellschaft Venturepark wird knapp ein Jahr nach ihrer Gründung wegen finanzieller Schwierigkeiten aufgelöst. Venturepark war unter anderem neben Boris Becker am insolventen Portal Sportgate mit 35 Prozent beteiligt. Das Restkapital von 20 Millionen Euro werde an die Investoren ausgeschüttet, teilt das Unternehmen mit. Die einzelnen Investoren, darunter Bertelsmann-Springer, Goldmann Sachs, Daimler-Chrysler und Dresdner Kleinwort Kapital, werden jeweils rund 40 Prozent ihres investierten Kapitals verlieren. Venturepark hatte bereits im Februar dieses Jahres 40 von 60 Mitarbeiter entlassen.

Die Multimedia-Agentur Pixelpark, die mit rund 40 Prozent und einer Anfangsinvestition von 1,56 Millionen Euro größter Anteilseigner ist, erwartet eine Rückzahlung von rund 600.000 Euro. Das Internetunternehmen muss rund 12,2 Millionen Euro abschreiben, wie Pixelpark-Finanzvorstand Annette Koch auf der Hauptversammlung des Unternehmens erläuterte.

Hinzu kommen Abschreibungen durch den Rückzug aus dem Osteuropa-Geschäft in Höhe von 4,4 Millionen Euro sowie operative Verluste durch eine ungenügende Auslastung der Mitarbeiter. Trotz einer Finanzspritze von Bertelsmann in Höhe von 15 Millionen Euro muss Pixelpark-Chef Paulus Neef den Rotstift ansetzen. Bis Jahresende will das weltweit noch 300 Stellen abbauen. Mithilfe dieser Maßnahmen will Pixelpark Ende 2001 schwarze Zahlen schreiben.
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