Inka Bause zu "Bauer sucht Frau": "Die Bauern sind nur anders als wir"

Montag, 17. September 2012
Inka Bause
Inka Bause

Kurz vor dem Start der 8. Staffel von „Bauer sucht Frau“ plaudert Moderatorin Inka Bause aus dem Nähkästchen. „Das sind echte Menschen und das lieben die Zuschauer. Die meisten spüren das, deshalb ist die Sendung so erfolgreich. Sie glauben dass, was da passiert, auch wenn es skurril ist. Es gibt ja immer mehr Sendungen, vor allem am Nachmittag, da sind das alles Schauspieler – die Zuschauer sind dadurch irritiert“, sagt sie im Interview beim hessischen Privatsender „Hit Radio FFH“ mit Blick auf Scripted-Reality-Formate wie „Familien im Brennpunkt“. Damit verpasst sie ihrem Sender RTL einen Seitenhieb, bei dem diese Formate mit großem Erfolg laufen. „Unsere Bauern, so skurril wie sie sind, führen einen Betrieb, sie leben davon, sie sind nicht zu unterschätzen. Sie sind nur anders als wir.“

Die neue Staffel der RTL-Sendung ist, wie schon die letzte, auf zehn Folgen ausgelegt und beginnt am 8.Oktober. Diese werden wöchentlich ausgestrahlt. Ab der zweiten Episode wird das Format voraussichtlich wieder montags um 21.15 Uhr zu sehen sein. Die Auftaktsendung läuft jedoch um 20.15.

In diesem Jahr wird von den Bauern nicht nur die Frau fürs Leben gesucht, sondern wie schon in der 7. Staffel, hat sich auch ein schwuler Bauer beworben um seinen Traummann zu finden. Die Kandidaten wurden bereits im Mai 2012 in einer Spezialsendung vorgestellt.

Im Vorfeld der nun anlaufenden Staffel kam es zu einem erneuten Skandal rund um die Teilnahme eines Landwirts. Mit Bekanntwerden seiner Vergangenheit als aktives NPD-Mitglied wurde der im Mai als „zärtlicher Ziegenwirt“ vorgestellte Kandidat von RTL aus der Sendung geworfen.
„Bauer sucht Frau“ ist einer der großen Quotenerfolge von RTL. Die Einschaltquoten lagen 2011 in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen bei 24,5 Prozent, durchschnittlichen schalteten 7,71 Millionen Menschen aus dem Gesamtpublikum ein.

Doch es wird auch immer wieder Kritik laut, die bekannteste kam 2007 von Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes. Die Sendung gebe ein „dümmliches und falsches Klischee“ über die Bauern wieder.“ Beschwerden kämen von vielen Landwirten.
Gegensätzlich dazu stellte Bause im Radio-Gespräch klar, alle Bauern hätten ihre E-Mail Adresse und könnten sich immer an sie wenden: „Es hat sich bei mir noch keiner beschwert.“

Nach sieben Jahren „Bauer sucht Frau“ lautet die erfolgreiche Liebesbilanz: 19 Paare, die immer noch glücklich liiert sind, 13 Heiratsanträge, 8 Hochzeiten und 6 Bauern-Babys. hor
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