Infoseek setzt Fireball unter Druck

Donnerstag, 15. April 1999

Über Monate hinweg führte die Internet-Suchmaschine Fireball das Ranking der reichweitenstärksten IVW-Angebote in der Kategorie Web-Kataloge/Suchmaschinen an. Infoseek heißt das Konkurrenzprodukt, das jetzt in Deutschland an den Start geht und diese bislang sicher geglaubte Position erschüttern könnte. Hinter der Konfrontation zwischen Fireball mit rund 42 Millionen Seitenzugriffen monatlich und Infoseek stehen zwei Lager großer Verlagsunternehmen in Deutschland: auf der einen Seite Bertelsmann (Gruner + Jahr), auf der anderen der Axel-Springer-Verlag und die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck. Im November vergangenen Jahres gründeten Springer und Holtzbrinck zusammen mit DeTe-Online-Service (T-Online) und der amerikanischen Infoseek Corporation, Sunnyvale (Kalifornien), das Joint-venture WSI Webseek Infoservice, Hamburg, die hinter Infoseek steht. Eine breit angelegte Werbekampagne soll für den nötigen Druck sorgen, um Infoseek gegen Fireball aufzubauen. "Mit der Einführungskampagne möchten wir konsequent auf die anwendungsfreundliche Handhabung des Produkts aufmerksam machen und den Nutzwert von Infoseek in allen Lebensbereichen in den Vordergrund stellen", sagt WSI-Geschäftsführer Joachim Kreibich. Vier Kampagnenmotive werden in ausgewählten Tageszeitungen und Publikums- sowie Fachzeitschriften geschaltet. Neben "Welt", "Handelsblatt", "Focus" und "Computer-Bild" sind dies "Konrad" und "Tomorrow". Parallel dazu wird Infoseek auch online beworben. Verantwortlich für die strategische Markenführung ist IMP Interactive Marketing Partner, die sich auch um die Gestaltung der Online-Kampagne sowie die Offline- und Online-Mediaplanung kümmert. Die Konzeption für die Print-Kampagne erstellte die Hamburger Kreativagentur Wire zusammen mit IMP. Der vollständige Infoseek-Auftritt präsentiert sich ab 19. April im Netz.
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