IVW legt Regeln für Bundle-Ausweisung fest

Donnerstag, 20. November 2008
Die IVW legt neue Regeln fest
Die IVW legt neue Regeln fest

Im Streit um die Ausweisung von Bundle-Verkäufen (HORIZONT 41 und 42/2008) hat sich die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) heute auf neue Regeln geeinigt. Zur Diskussion stand wie Bundles, also Doppelpack-Ausgaben, bei denen meist einer der Titel preisreduziert ist, in der Auflagenstatistik erfasst werden. Die Vereinbarungen gelten ab dem 1. Januar 2009 und sind damit erstmals für die Auflagenmeldung des 1. Quartals 2009 wirksam. Damit verbilligte Bundle-Hefte den Einzelverkäufen zugerechnet werden, müssen bestimmte Bedingungen im Bezug auf Preis und Erhältlichkeit erfüllt sein.

Preis

Unterschreitet der Copypreis des Bundles die Summe der Heftpreise, zu denen die Einzelobjekte im Handel verkauft werden, können nur die Exemplare jenes Objekts dem Einzelverkauf zugerechnet werden, dessen Einzelheftpreis noch vom Bundlepreis abgedeckt ist.

Ob das zweite Heft als Einzelverkauf oder als Sonstiger Verkauf gezählt wird, richtet sich nach der verbleibenden Differenz: Beträgt sie mehr als 10 Prozent des Copypreises der Bundle-Ausgabe werden die Exemplare des zweiten Titels den Sonstigen Verkäufen zugerechnet. Beträgt die Differenz weniger als 10 Prozent zählen sie als Freistücke.

Unterschreitet der Bundlepreis den niedrigsten der Einzelheftpreise müssen alle Exemplare beider Objekte dem Sonstigen Verkauf zugerechnet werden. Vorausgesetzt der Bundlepreis erreicht noch 10 Prozent der Summe der Einzelheftpreise.

Erhältlichkeit

Außerdem gelten Regeln für die Erhältlichkeit der Titel im Pressehandel. Die wichtigste davon: Der belieferte Grossist oder Bahnhofsbuchhändler muss sowohl Bundles als auch Einzelhefte erhalten. Dabei muss die Menge der Gesamtlieferung des Einzelhefts mindestens 50 Prozent der Lieferung des Bundles betragen. Außerdem darf die Remissionsquote nicht bei 100 Prozent liegen. se
Meist gelesen
stats