IVW-Zeitschriften: "TV Digital" legt deutlich zu

Mittwoch, 19. April 2006
TV Digital wächst um 29 Prozent entgegen dem Branchentrend
TV Digital wächst um 29 Prozent entgegen dem Branchentrend

Für die großen aktuellen Wochenmagazine fängt das Jahr nicht wirklich gut an. Der "Spiegel" verkauft im 1. Quartal 2006 laut IVW im Schnitt 39.753 Hefte weniger als in den ersten drei Monaten des Vorjahres. Das entspricht einem Minus von 3,6 Prozent. Mit rund 1,06 Millionen verkauften Heften bleibt der Titel aber Marktführer im Segment der aktuellen Wochenzeitschriften. Der Zweitplatzierte "Stern" geht 33.039 mal weniger über den Ladentisch (minus 3,1 Prozent) und erreicht rund 1,02 Millionen verkaufte Hefte. Burdas "Focus" büßt im Vergleich zum Vorjahresquartal sogar 45.273 Käufer ein (minus 5,8 Prozent) und rangiert nunmehr bei einer Verkaufsauflage von 734.593 Stück. Eine überwiegend negative Entwicklung ist auch bei den Programmzeitschriften zu beobachten. Mit einem Minus von 146.264 Heften muss "TV Spielfilm" aus der Verlagsgruppe Milchstraße die größten absoluten Verluste im Segment hinnehmen (1,65 Millionen verkaufte Hefte). Zu den Ausnahmen gehört "TV Digital", das seinen Siegeszug im Käufermarkt fortsetzt. Nachdem der Titel von Axel Springer im 3. und 4. Quartal 2005 die Verkaufsauflage jeweils um rund ein Drittel steigern konnte, bescheren die ersten drei Monate dieses Jahres ein Plus von rund 29 Prozent. Mit durchschnittlich 417.854 zusätzlich verkauften Heften dürfen sich die Macher über den höchsten absoluten Zugewinn von allen Titeln freuen. Neben "TV14" (2,4 Millionen) "TV Movie" (2,05 Millionen), und "TV Spielfilm" gehört "TV Digital" (1,88 Millionen) zu den verkaufsstärksten Programmies im Markt.

Bei den Wirtschaftspresse gibt es sowohl Gewinner als auch Verlierer. "Börse Online" büßt 4,5 Prozent der Verkaufsauflage ein (110.716 Hefte), bei "Capital" sind es 4,8 Prozent (207.724). "Guter Rat" macht dagegen ein Plus von 19,4 Prozent auf 327.265 verkaufte Hefte. Die "Wirtschaftswoche", die den Erscheinungstermin im März dieses Jahres von Donnerstag auf Montag verschoben hat, macht 1,4 Prozent gut (185.697 Hefte). ra

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