IVW-Zahlen: Börsenblätter boomen

Montag, 17. Juli 2000

Anlegertitel gingen im zweiten Quartal 2000 weg wie warme Semmeln. Laut VDZ-Auflagendienst legte "Börse Online" um 52,7 Prozent auf 313.112 Exemplare zu, "Finanzen" um 67,9 Prozent auf 144.199 Exemplare und "Euro am Sonntag" gar um 133,3 Prozent auf 201.994 Exemplare. Die Newcomer "Telebörse" und "Focus Money" verkauften laut IVW 142.419 beziehungsweise 148.199 Hefte. Flaute herrscht dagegen bei den klassischen Business-Generalisten, nur die Auflage der "Wirtschaftswoche" wuchs um 10 Prozent auf 194.762 Hefte. Der Verlierer des 2. Quartals heißt "TV Spielfilm", dessen Auflage um 8,6 Prozent auf 2,25 Millionen Hefte schrumpfte. Käufer verloren auch "Spiegel" und "Focus": Der "Spiegel"-Verkauf sank um 3,1 Prozent auf 1,01 Millionen Exemplare, "Focus" meldete 743.375 Exemplare und damit ein Minus von 0,8 Prozent. Stabil blieb die Auflage des "Stern" mit 1,08 Millionen Exemplaren. Insgesamt wurden von den 388 erfassten Publikumszeitschriften pro Erscheinungsintervall 124,4 Millionen Exemplare verkauft, das waren 1,18 Millionen Stück oder 5,8 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 1999.
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