IVW-Tageszeitungen: Die negativen Vorzeichen überwiegen

Donnerstag, 25. Oktober 2001

Mehr Verlierer als Gewinner weisen die IVW-Zeitungsauflagen für das 3. Quartal 2001 aus. Auf der Sonnenseite: das Segment der überregionalen Zeitungen. Lediglich das "Handelsblatt" und "Neues Deutschland" hatten hier mit Einbußen zu kämpfen. Am stärksten zugelegt im Vergleich zum Vorjahr hat mit plus 2,6 Prozent einmal mehr die "Welt", die 263 589 Exemplare verkaufte. Auch ohne gesteigerte Sonderverkäufe legte die "Süddeutsche Zeitung" um 2 Prozent auf 438 865 Verkaufte zu. Die beiden Frankfurter Titel "FAZ" und "Frankfurter Rundschau" lagen mit Steigerungen um 0,1 beziehungsweise 0,5 Prozent nur leicht über Vorjahresniveau.

Bei den regionalen Abozeitungen herrschen im Vergleich mit den Verkaufszahlen des 3. Quartals 2000 die Minuszeichen vor. Wie in den vergangenen Monaten waren die Abozeitungen im Osten vom Rückgang deutlich stärker betroffen als die Westblätter. Lediglich die Kaufzeitung "Bild Ost" legte um knapp 2 Prozent auf 746 005 verkaufte Exemplare zu. Die große Schwester "Bild West" schaffte eine Steigerung um 0,6 Prozent auf 3,9 Millionen Exemplare. Dagegen meldet das Gros der Kauftitel sinkende Auflagen. Ähnlich gestaltet sich die Lage bei den Wochenblättern: Einzig "Die Woche" aus Hamburg verzeichnet ein Plus von rund 2 Prozent.

Kein eindeutiger Trend lässt sich für den Sonntag als Zeitungstag ausmachen. So legten die beiden bundesweiten Springer-Titel "Bild am Sonntag" und "Welt am Sonntag" um 0,6 beziehungsweise 3,4 Prozent zu, und auch "Sonntag aktuell" im Südwesten baute die Auflage um weitere 8,5 Prozent auf über eine Million Exemplare aus. Die Hauptstadt-Titel "Berliner Kurier", "Berliner Morgenpost" und "BZ am Sonntag" haben am siebten Wochentag Käufer verloren. Der "Tagesspiegel" dagegen, der mit seiner Sonntagsausgabe seit kurzem stärker auf nationale Präsenz setzt, hat zwischen Juli und September am Wochenende 3000 Exemplare mehr verkauft als im Vorjahreszeitraum.

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