IVW: TV Movie und TV Digital verlieren

Mittwoch, 15. April 2009
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Ringier Verlag ADAC Motorwelt Für Sie


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Die IVW-Zahlen für das 1. Quartal (Quelle: PZ-Online) zeigen ein uneinheitliches Bild: Unter den drei großen aktuellen Magazinen kann der „Spiegel" die größte Stabilität vorweisen: Das Nachrichtenmagazin kommt auf 1.052.432 verkaufte Exemplare (plus 0,2 Prozent) und ist damit weiterhin das einzige große aktuelle Magazin mit mehr als 1 Million verkauften Heften. „Stern" kommt auf 963.409 Exemplare (minus 1,8 Prozent) - das zweitschlechteste Verkaufsergebnis seit dem Jahr 2000. Konkurrent „Focus" verkaufte 683.439 Exemplare (minus 3,1 Prozent). Das ist das schlechteste Ergebnis seit 1995.
Das Politikmagazin "Cicero" aus dem Ringier Verlag kommt auf 80.588 Exemplare (plus 5,2 Prozent). Auch wenn das Segment der Programmzeitschriften insgesamt mit plus 9,9 Prozent insgesamt gut performt, gehören „TV Movie" und "TV Digital" zu den großen Verlieren des 1. Quartals: So verkauft „TV Movie" 249.034 Hefte weniger als im Vorjahresquartal und kommt auf 1.631.557 verkaufte Hefte. Auch bisheriger Dauer-Aufsteiger „TV Digital" steckt einen Dämpfer ein, verkauft 190.959 Exemplare weniger und kommt auf 1.873.506 Hefte. Zu den größten absoluten Verlieren gehören auch das „Fondsmagazin" (884.684 verkaufte Hefte) „ADAC Motorwelt" (13.606.592) und „Bild" (3.155.751). Ebenfalls schlecht schneidet das Magazin „Galore" ab, dass nur noch 20.191 (minus 76,5 Prozent) Hefte verkauft.

Auf der anderen Seite verbucht „Landlust" mit plus 182.807 Heften erneut die größten absoluten Zuwächse. Ebenfalls auf dem Siegertreppchen stehen - mit klarem Abstand das TV-Supplement „RTV" mit plus 88.311 verkauften Heften und die Zeitschrift „Jolie" mit 61.641 zusätzlich verkauften Heften. 

Die 14-täglichen Frauenzeitschriften verlieren alle, am deutlichsten „Brigitte" (minus 7,2 Prozent) und „Für Sie" (minus 4,8). Durchwachsen dagegen die Bilanz der monatlichen: Der gerade eingestellt Burda-Titel „Amica" verliert 10,3 Prozent und kommt noch auf 145.260 verkaufte Hefte. Auch G+J-Frauenmagazin „Emotion" muss mit minus 11,2 Prozent herbe Verluste einstecken, die verkaufte Auflage liegt bei 121.977 Exemplaren. Gut schlagen sich dagegen neben „Jolie" auch „Petra" (plus 19,4 Prozent) und „Glamour" (plus 5).

Bei der ohnehin gebeutelten Wirtschaftspresse fahren „Focus Money" (minus 11,9),  „Börse Online" (minus 11,6 Prozent), „Capital" (minus 10,7) deutliche Verluste gegenüber dem Vorjahresquartal ein. Dagegen kann vor allem „Brand Eins" mit 6,9 Prozent plus auf 101.044 verkaufte Hefte zulegen.

„Die Zeit" meldet 505.765 verkaufte Exemplare im 1. Quartal - das sei die "höchste Auflage seit 18 Jahren", so die Hamburger Wochenzeitung. Auch der "Zeit"-Ableger "Zeit Campus" feiert Erfolge: Gegenüber dem Vorjahresquartal hat das zweimonatliche Studentenmagazin ein Plus von 8,9 Prozent erzielt und kommt damit auf 110.163 verkaufte Exemplare. se
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