IVW: "Stern" behauptet Führungsposition

Dienstag, 17. April 2001
Mit dem "Stern" im Aufwind: Bernd Buchholz
Mit dem "Stern" im Aufwind: Bernd Buchholz

Der "Stern" bleibt auch im 1. Quartal des Jahres 2001 auflagenstärkster Titel im Segment der aktuellen Wochenmagazine. Insgesamt wurden 1,078 Millionen Exemplare verkauft, das sind 0,3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Ungünstiger fällt der Vergleich zum 4. Quartal 2000 aus: Hier gibt es ein Minus von 0,3 Prozent. Für "Stern"-Verlagsgeschäftsführer Bernd Buchholz sind die stabilen Auflagenzahlen der Beweis dafür, dass das Konzept mit den zwei Chefredakteuren Thomas Osterkorn und Andreas Petzold im Lesermarkt greift.

Umgekehrte Vorzeichen dagegen beim "Spiegel": 1,045 Millionen verkaufte Exemplare bedeuten gegenüber dem 1. Quartal 2000 ein Minus von 0,2 Prozent. Doch im Vergleich zum Vorquartal legt das Nachrichtenmagazin um 3,9 Prozent zu. Deutlichere Einbußen im Vergleich zum Vorjahresquartal meldet "Focus" mit einem Minus von 4,7 Prozent auf 772.965 Exemplare. Dennoch ist "Focus"-Verlagsleiter Frank Michael Müller mit dem IVW-Ergebnis "sehr zufrieden" und zieht Vergleiche zur Anzeigensituation. Zum einen sei das 1. Quartal 2000 das beste in der achtjährigen "Focus"-Geschichte, zum anderen wurde mit "Focus-Money" die Markenfamilie erfolgreich erweitert.

Bei "Focus-Money" verhält sich indessen die Auflagenkurve wie der Dax: Sie zeigt nach unten - auch wenn man diese Entwicklung beim Verlag "weitgehend unbeeinflusst vom Börsenklima" sieht. 142.947 verkaufte Exemplaren meldet "Focus-Money" für das 1. Quartal 2001, das sind rund 6000 Stück weniger als während des ganzen Jahres 2000. Weitaus heftiger hat die Baisse dagegen "Euro am Sonntag" vom Axel-Springer-Verlag getroffen. 17,4 Prozent büßt der Sonntagstitel gegenüber dem Vorquartal ein, 158.694 Exemplare wanderten zwischen Januar und März 2001 über die Theken von Bäckereien und Tankstellen. Vor zwölf Monaten waren es noch 177.301 Exemplare gewesen. Weitgehend immun zeigt sich dagegen die Auflage des Monatsmagazins "Finanzen", die stabil bei 120.108 Exemplaren liegt.

Wenig Bewegung zeigt der Auflagenvergleich bei "Max", das seit Februar alle 14 Tage erscheint. 257.364 verkaufte Exemplare ergeben gerade mal ein Plus von 0,5 Prozent gegenüber dem 1. Quartal 2000. Im Vergleich zum 4. Quartal 2000 hinkt der Verkauf dagegen um 6,2 Prozent hinterher. Allerdings hatte damals die Konkurrenz die hohe Zahl an Sonderverkäufen moniert. Die Heftauflage tendiert nach oben. Von der 14-täglichen Premierenausgabe wurden über 240.000 Exemplare verkauft, 15.000 Stück mehr als vom letzten Monatsheft mit Verona Feldbusch als Covergirl. Die Nummer mit den Sabrina-Setlur-Nacktfotos fand sogar über 250.000 Käufer. Voll auf Kurs zeigt sich Neuling "FHM". Das Männermagazin, das erstmals IVW-Zahlen vorlegt, verkaufte 200.743 Exemplare.
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