IVW Online nach der Umstellung: Weniger Besuche bei RTL.de und der VZ-Familie / Verlagsportale im Plus

Mittwoch, 09. Dezember 2009
Die IVW rückt Visits in den Mittelpunkt
Die IVW rückt Visits in den Mittelpunkt

Im November-Ranking von IVW Online, das erstmals vorrangig nach Visits und nicht mehr nach Page Impressions ausgewiesen ist, hat sich gegenüber Oktober an der Spitze wenig geändert: Ganz oben stehen weiterhin T-Online (433 Millionen Visits) vor MSN (272 Millionen) und Yahoo (206 Millionen). Die Besuchszahlen der beiden letztgenannten Portale sind konstant geblieben, das Content-Angebot von T-Online konnte um 6,3 Prozent zulegen. Auffällig: Die VZ-Familie verzeichnet weniger Besuche. So sinken die Visits von Studi VZ (Platz 4) um 3,7 Prozent auf 176 Millionen, die von Schüler VZ (Platz 6) um 4,6 Prozent auf 165 Millionen und die von Mein VZ um 3,1 Prozent auf 110 Millionen. Ebenfalls Visit-Verluste fahren die TV-Portale Pro Sieben Online auf Platz 7 (minus 1,8 Prozent auf 135 Millionen) und vor allem RTL.de auf Platz 18 ein: Die Kölner verzeichneten im November 38 Millionen Besuche - das sind 10,7 Prozent weniger als im Oktober.

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Dagegen können sich die größten Verlagsangebote über steigende Visits freuen: Spiegel Online (Platz 8) legt um 4,4 Prozent auf 122 Millionen Visits zu, Bild.de (Platz 9) gar um 8,6 Prozent auf 117 Millionen, ebenso wie Chip Online (Platz 12) mit nun 61 Millionen. Im Gesamtranking gab es daher ein paar Wechsel: Wer-kennt-wen.de (jetzt Rang 5) überholt Schüler VZ, Bild.de überholt Mein VZ, und Arcor.de toppt Lokalisten.de und RTL.de.

Mit den November-Zahlen rückt die IVW die Währung Visits, wie mehrfach berichtet, in den Vordergrund - zulasten der Messgröße PI. Denn seit die Site-Betreiber gelernt haben, ihre Klickzahlen mit Fotogalerien und Spielen zu pushen, haben PIs im Werbemarkt nur noch wenig Aussagekraft. Daher weist die IVW alle Sites im monatlichen Gesamtüberblick fortan nur noch nach Visits aus, inklusive Ranking-Funktion. Wer weiterklickt, sieht zudem noch die Visits in den sieben Hauptkategorien, etwa redaktioneller oder nutzergenerierter Content oder Kommunikation. Wer sich dennoch weiterhin für die PIs interessiert, muss noch tiefer in die IVW-Datenbank einsteigen: Sie werden nur noch bei der Ausweisung der einzelnen Angebote genannt, auf Wunsch aufgeschlüsselt nach den sieben Haupt- und den 50 Unterkategorien. Es macht künftig also richtig Arbeit, Rankings nach PIs zu erstellen.

Mangels Masse fallen Communities wie Studi VZ und Wer-kennt-wen.de, Anzeigenportale wie Mobile.de sowie Spaßfilmsites wie Myvideo.de aus dem Top-20-Ranking heraus, wenn man die Angebote nach Visits in der neuen Kategorie „Redaktioneller Content" listet. Hier rückt Spiegel Online vor bis auf Platz 4, mit 120 Millionen redaktionellen Visits vor Bild.de (116 Millionen), AOL (61 Millionen) und Chip Online (51 Millionen). In diese spezielle Top-20 steigen zudem unter anderem Kicker Online (31 Millionen Visits in der Kategorie Redaktioneller Content) auf, Heise Online (25 Millionen) und Welt Online, Sueddeutsche.de sowie Focus Online mit jeweils etwa 24 Millionen Redaktions-Visits. rp

Mehr zum Thema in der HORIZONT-Ausgabe 50/2009, die am Donnerstag dieser Woche erscheint.
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