IVW Online: VZ Netzwerke in der Abwärtsspirale

Freitag, 08. Oktober 2010
Die Zugriffe auf die VZ-Netzwerke sinken
Die Zugriffe auf die VZ-Netzwerke sinken

Der große Verlierer im IVW-Online-Ranking sind im September die VZ-Netzwerke (SchuelerVZ, StudiVZ, MeinVZ). Das Angebote der Verlagsgruppe Holtzbrinck muss in absoluten Zahlen mit einem Rückgang von rund 39,8 Millionen Visits den größten Einbruch von allen IVW-gelisteten Websites hinnehmen (minus 9,7 Prozent). Nach einem Minus von 5,2 Prozent im Juli und einem Rückgang von 1,6 Prozent im August kommen die sozialen Netzwerke im September nur noch auf 368,5 Millionen Visits und belegen Platz 2 im Ranking der meistbesuchten Internetangebote. Auf Platz 1 liegt weiterhin das Content-Angebot von T-Online, das mit 420,6 Millionen Visits nur leicht gegenüber dem Vormonat verliert (minus 1,1 Prozent). Der Drittplatzierte MSN muss mit minus 9,7 Prozent hart einstecken und fällt damit auf 244,6 Millionen Visits zurück.

Insgesamt ist der Monat September für die Plattform-Betreiber eher durchwachsen. Im Durchschnitt verlieren sie 2,8 Prozent. Neben den VZ-Netzwerken muss auch Wetter.com mit minus 21,6 Millionen Visits einen herben Einbruch verkraften, ebenso wie Wetter Online, das 12,3 Millionen Visits verliert. Da spielt sicherlich der saisonaler Effekt die entscheidende Rolle, denn wer will sich schon über das zunehmend ungemütliche Herbstwetter informieren. Zu den prominenten Verlierern zählen außerdem RTL.de (minus 8,6 Millionen Visits), Wer-kennt-wen.de (minus 7 Millionen Visits) sowie Bild.de (minus 2,8 Millionen Visits).

Der nach absoluten Zahlen größte Gewinner ist dagegen Pro Sieben Online. Das Angebot zählt im September ganze 12,8 Millionen Besuche mehr als im August. Deutlich wächst auch die Besucherzahl auf Yahoo.de. Die Plattform gewinnt 5,4 Millionen Visits, was einem Plus von 2,6 Prozent entspricht. Bundesliga.de profitiert vom Saisonstart und gewinnt 2,5 Millionen Besuche hinzu.

In der viel beachteten Kategorie der journalistischen Nachrichtenangebote hat erneut Bild.de mit 146,9 Millionen Visits die Nase vorn, auch wenn die Website aus dem Axel-Springer-Konzern deutlich verliert. Spiegel Online belegt den Silberrang und hält sich mit einem leichten Rückgang nahezu auf dem Vormonatsniveau (122,7 Millionen Visits). Dahinter folgen Welt Online (29,1 Millionen Visits), Sueddeutsche.de (27,7 Millionen Visits) und Focus Online 25,2 Millionen Visits.

Der Tabellenführer unter den Vermarktern ist Interactive Media mit 471,8 Millionen Visits. Der Wermutstropfen: Die Telekom-Tochter verliert gegenüber dem Vormonat 3,3 Prozent. Auf Platz 2 steht IQ Digital Media (404,7 Millionen Visits) und auf dem Bronzerang steht Seven-One Media (298,4 Millionen Visits). bn

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