IVW Online: Pro Sieben Online macht Boden gut

Montag, 09. März 2009
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Der kurze Februar hat die Zugriffszahlen der meisten Online-Angebote erwartungsgemäß sinken lassen. Gegen den Trend entwickelte sich Pro Sieben.de. Das Angebot der Münchner TV-Sendergruppe Pro Sieben Sat 1 Media konnte seine Visits sogar etwas steigern und landet mit knapp 147 Millionen Visits auf Rang 5 nach T-Online (346 Millionen), MSN (264 Millionen), Yahoo (183 Millionen) und StudiVZ (160 Millionen). Der kurze 28-Tage-Monat hat dafür gesorgt, dass mit Ausnahme von Pro Sieben und T-Online (Visits: plus 0,7 Prozent) alle weiteren Top-5-Sites Federn lassen müssen - zumindest auf Basis der absoluten Zahlen. Das gilt sowohl für die Visits als auch für die Page-Impressions (PIs). So verliert MSN 5,6 Prozent seiner Visits und 1,9 Prozent seiner Page-Impressions, Yahoo liegt jeweils mit rund 6 Prozent im Minus. Bei StudiVZ (Visits: minus 5,7 Prozent, Page-Impressions: minus 7,7 Prozent) zeigt die Kurve nach dem 31-Tage-Monat Januar ebenfalls klar nach unten. Pro Sieben kann dagegen bei den Page-Impressions sogar ein deutliches Wachstum um 8,7 Prozent auf 433 Millionen vorweisen.

Den 6. Rang belegt Wer-kennt-wen.de. Die Community verliert zwar gegenüber dem längeren Vormonat Januar ebenfalls 3,5 Prozent ihrer Besuche (PIs: minus 4,9 Prozent). Dennoch reichen die 143 Millionen Visits aus, um den Wettbewerber SchuelerVZ (136 Millionen Visits) auf Abstand zu halten. Bei Spiegel Online, im Ranking nach Visits auf Rang 8, dürfte hinter dem absolut gemessenen "Rückgang" bei den Visits (minus 2,3 Prozent) bereinigt zwar ein Plus stehen - bei den PIs (minus 9 Prozent) ist die Entwicklung weniger positiv. Das gilt auch für Bild.de. Die Springer-Site, die bei den Visits absolut nur 1 Prozent verliert und Rang 9 belegt, muss bei den PIs im Februar gegenüber dem Vormonat ein Minus von 8 Prozent auf 975 Millionen Page-Impressions hinnehmen. Bei anderen Nachrichten-Sites sieht es ähnlich aus. Welt Online verliert 5,8 Prozent seiner Visits (23 Millionen) und 10 Prozent seiner PIs (186 Millionen), Focus Online entwickelt sich mit einem Minus von 6 Prozent bei den Visits (22 Millionen) und gut 8 Prozent bei den PIs (137 Millionen) auf ähnlichem Niveau. 

Ein leichtes Plus bei den absoluten Zahlen kann dagegen das Holtzbrinck-Netzwerk MeinVZ vorweisen. Die Visits legen um 1,3 Prozent auf gut 70 Millionen zu. Damit zieht das Angebot an AOL vorbei, das 7,4 Prozent seiner Visits einbüßt. Die größten Verluste bei den Visits müssen Arcor.de (45 Millionen / minus 25 Prozent) und MyVideo (39 Millionen / minus 24 Prozent) verkraften. Hier lässt sich der Einbruch nicht mehr allein mit dem kürzeren Monat Februar begünden. Über das größte Wachstum kann sich Kicker.de freuen. Das Fußballportal weist im Februar mehr als 24 Millionen Visits aus - das ist ein Wachstum von knapp 20 Prozent. Die Page-Impressions legten sogar um 47 Prozent auf 173 Millionen zu. mas
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