IVW: Krisengewinne bei Zeitschriften und Magazinen

Montag, 15. Oktober 2001
Themenseiten zu diesem Artikel:

Zeitschrift Krisengewinn BamS Terroranschlag Focus


Das Bedürfnis der Bundesbürger nach Information nach den Terroranschlägen am 11. September hat die Auflagen der Aktuellen Zeitschriften und Magazine sichtlich beflügelt. Das Segment legte laut IVW im 3. Quartal 2001 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,6 Prozent zu. Auflagenstärkster Titel bleibt "Bild am Sonntag", das bei 2,59 Millionen Exemplaren 0,6 Prozent zusätzlich verkaufte.

Der "Spiegel" verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresergebnis um 7,3 Prozent auf 1,13 Millionen Exemplare, "Focus" kletterte auf 815 477 Hefte, ein Zuwachs von 5,8 Prozent. Um ein Prozent verbesserte sich der "Stern", nämlich auf 1,15 Millionen Exemplare.

Die Wirtschaftsmagazine leiden dagegen unter der unsicheren Konjunkturlage, 2,1 Prozent weniger wurden insgesamt zwischen Juli und September verkauft. Vor allem die Anlegertitel melden gegenüber dem Boomjahr 2000 weiter verheerende Einbußen: "Börse Online" liegt mit 189 759 Exemplaren 28,1 Prozent unter dem Vorjahreswert, "Euro am Sonntag" verkauft 27,1 Prozent weniger.

Relativ niedrig belaufen sich die Verluste bei den neuen Titeln: die "Telebörse" büßt 3,9 Prozent ein (116 446 Ex.), "Focus Money" 8,9 Prozent (134 692 Ex.). Eine Ausnahme in der Auflagenbaisse: Das "Manager Magazin" legt um 15,8 Prozent auf 129 382 Exemplare zu.
Meist gelesen
stats