IVW IV/2009: Zeitungen und Publikumstitel verlieren stark im Einzelverkauf

Donnerstag, 21. Januar 2010
Die Verkäufe gehen zurück
Die Verkäufe gehen zurück

Die deutschen Verlage ziehen für das 4. Quartal 2009 insgesamt eine negative Bilanz. Alle Pressegattungen müssen bei den Gesamtverkäufen Rückgänge hinnehmen. Immerhin vermelden Tages- und Wochenzeitungen sowie Publikumszeitschriften eine stabile Abo-Auflage. Dies gibt die IVW in ihrer Auswertung für die verschiedenen Printgattungen bekannt. Nach einem Anstieg ihrer Gesamtverkäufe im 3. Quartal 2009 ist die verkaufte Auflage der Publikumspresse zum Jahresende wieder auf das Niveau vom Sommer 2009 zurückgefallen. Die Publikumszeitschriften liegen jetzt im Quartalsdurchschnitt bei insgesamt 113,7 Millionen verkauften Exemplaren je Ausgabe und damit um rund 1,8 Prozent unter den Gesamtverkäufen des vorangegangenen Jahresviertels. Dieser Rückgang geht vor allem zulasten der Kioskverkäufe. Im Einzelverkauf fiel die Zahl der Exemplare um 4,72 Prozent. Hingegen ist die Abonnement-Auflage der Publikumspresse mit aktuell insgesamt 50,94 Millionen Exemplaren gegenüber dem Vorquartal nahezu unverändert.

Von den deutschen Tageszeitungen wurden einschließlich der Sonntagsausgaben und aktuellen Sonntagszeitungen im 4. Quartal 2009 pro Erscheinungstag durchschnittlich 22,85 Millionen Exemplare verkauft. Die Tagespresse verliert damit gegenüber dem Vorquartal rund 1,7 Prozent ihrer verkauften Auflage. Die Einzelverkäufe gingen sogar um rund 8,8 Prozent zurück. Die Abonnements sind von dem Auflagenschwund nicht betroffen. Hier konnten sich die Tageszeitungen um knapp 0,9 Prozent auf 15 Millionen Stück leicht verbessern.

Abermals verzeichnen die Wochenzeitungen im zurückliegenden Quartal einen Rückgang ihrer Gesamtverkäufe auf nunmehr 1,9 Millionen Exemplare. Dieser Verlust ist jedoch darauf zurückzuführen, dass ein Titel aus der IVW-Ausweisung ausgefallen ist. Die Zahl der Einzelverkäufe sank um knapp 9 Prozent.

Nach fast zwei Jahren mit weitgehend stabilen Gesamtauflagen mussten die Titel der Fachpresse im vergangenen Quartal bei den Gesamtverkäufen deutliche Verluste hinnehmen. Das Minus beträgt 8,6 Prozent. Zu mehr als zwei Drittel ist dieser Rückgang auf das Ausscheiden eines Titels aus der IVW zurückzuführen, der im 3. Quartal 2009 noch mit rund 800.000 Exemplaren zur verkauften Auflage der Fachpresse beitrug.

Für die Kundenzeitschriften sind im 4. Quartal 2009 gegenüber dem Vorquartal die Verkäufe um knapp ein Prozent auf 43,36 Millionen Stück gesunken. Hingegen verzeichnen die Kundenzeitschriften bei der Gesamtverbreitung als einzige Pressegattung einen moderaten Anstieg von 0,6 Prozent. bn
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