IVW IV/2009: TV Digital verliert, Landlust gewinnt

Donnerstag, 14. Januar 2010
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Auch im vierten Quartal 2009 ist die verkaufte Auflage der drei großen aktuellen Magazine "Spiegel ", "Stern" und "Focus" wieder gesunken. Der „Focus" kommt auf ein historisches Tief: Im 4. Quartal sank die verkaufte Auflage unter die 600.000-Marke auf 579.787 Exemplaren. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist das ein Minus von 21,5 Prozent. Dies sei das „abschließende Ergebnis der seit Herbst 2008 laufenden Maßnahmen zur Auflagenkonsolidierung", heißt es beim Focus Magazin Verlag. Dabei sei die Auflage um unwirtschaftliche Bestandteile bereinigt worden. Dass die Verlage im Krisenjahr ihre Auflage durch den Abbau von Sonderverkäufen und Bordexemplaren sowie unrentablen Abonnements bereinigten ist ein Grund für den Rückgang, aber auch insbesondere der rückgängige Einzelverkauf beschert vielen Magazinen schwere Zeiten. Das geringste Minus unter den drei Wochenmagazinen verbucht laut aktueller IVW "Der Spiegel", der bei minus 2,8 Prozent auf 1.016.373 verkaufte Exemplare kommt. Gruner + Jahrs "Stern" verkauft 895.962 Exemplare, das entspricht einem Minus von 6,8 Prozent.

Unter den People-Zeitschriften können erneut nur die jungen Titel punkten: So kommt Bauers "Intouch"  auf 295.261 verkaufte Hefte (plus 6,8 Prozent), der Schwestertitel "Life & Style", der gerade mit einer Kampagne den überarbeiteten Look begleitet, kommt auf 132.860 verkaufte Hefte. Auch der Klambt-Titel "In - das Star  & Style Magazin" verbessert sich mit plus 2,2 Prozent auf 217.744 leicht. Den größten Sprung in diesem Segment macht der "OK", ebenfalls ein Klambt-Produkt, die sich um 25,9 Prozent auf 207.384 verkaufte Hefte verbessert. Die Klassiker „Gala" (minus 4,3 Prozent) und „Bunte" (minus 8,7 Prozent) dagegen verlieren - wie auch schon im Vorquartal.

Die Gewinner (zum Vergrößern anklicken)
Die Gewinner (zum Vergrößern anklicken)
Unter den aktuellen Magazinen verbessern darüber hinaus „Daheim in Deutschland" (plus 13 Prozent),  „Neon" (plus 10,3 Prozent) und „Cicero" (plus 5,1 Prozent) ihren Gesamtverkauf. Das Ranking der Top 5 Gewinner unter den Kaufzeitschriften - nach absoluten Zuwächsen - führt aber ein Special-Interest-Titel an: Hier spielt sich „Landlust" mit plus 202.185 verkauften Heften (plus 45,3 Prozent) an die Spitze. Der Gesamtverkauf von 648.866 Exemplaren überschreitet damit erstmals die 600.000er Grenze. Wie der Landwirtschaftsverlag betont, konnte dabei die „harte Auflage" ausgebaut werden: Im Einzelverkauf wuchs „Landlust" demnach um 53 Prozent, im Abo-Bereich um 35 Prozent.

Auf Platz zwei der Auflagensieger steht „TV 14" mit plus 145.578 verkauften Heften (6,3 Prozent). Der Gesamtverkauf verbessert sich damit auf 2.458.174 Exemplare - womit der Titel von Bauer Media die am meisten verkaufte Programmzeitschrift im 4. Quartal 2009 war - vor „TV Spielfilm plus" und „TV Digital". Außerdem stehen „Welt der Wunder" (plus 42,6 Prozent), „TV Direkt" (plus 6,5) und „Nur TV" (plus 10,7) auf dem Siegertreppchen.

Die Verlierer (zum Vergrößern anklicken)
Die Verlierer (zum Vergrößern anklicken)
Der größten Verlierer im 4. Quartal- gerankt nach absoluten Verlusten - ist das „Fondsmagazin", das 292.362 Hefte weniger verkauft als im Vorjahreszeitraum (minus 32,9 Prozent) und noch auf 596.752 verkaufte Exemplare kommt. Auch „TV Digital", im 3. Quartal 2009 der größte Auflagenverlierer, büßt weiter an Auflage ein: Mit 249.351 weniger verkauften Heften (minus 12,3 Prozent) kommt die Programmzeitschrift auf insgesamt 1.773.677 verkaufte Hefte. Es folgen unter den Kaufzeitschriften „Focus" und „TV Spielfilm plus". Die Programmzeitschrift-Kombi von Burda kommt bei minus 7,5 Prozent (minus 150.501 Heften) noch auf 1.845.278 verkaufte Exemplare. se
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