IVW I/2013: "Stern" schiebt sich bei Nachrichtenmagazinen nach vorne

Freitag, 19. April 2013
Vor allem die Relaunch-Ausgabe des "Stern" verkaufte sich hervorragend
Vor allem die Relaunch-Ausgabe des "Stern" verkaufte sich hervorragend

Der "Stern" strahlt wieder - vor allem in den am heutigen Freitag von der IVW veröffentlichten Auflagenzahlen für das 1. Quartal 2013. Die verkaufte Auflage des Nachrichtenmagazins kletterte auf 831.857 Stück - ein Plus von 0,72 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Noch größer war der Erfolg des neu überarbeiteten Gruner + Jahr Flaggschiffs am Kiosk: In der harten Kategorie Einzelverkauf verbucht der "Stern" ein Plus von fast 9 Prozent, 291.311 Exemplare gingen über den Ladentisch. Der Erfolg des "Stern" ist zwar bemerkenswert, weil die anderen Nachrichtenmagazine schwächeln - allerdings hat wohl vor allem der Sondereffekt der 1-Euro-Ausgabe die Zahlen hervorgebracht. Ohne diesen musste der "Focus" auskommen. Die verkaufte Auflage sank in den ersten drei Monaten des Jahres auf 531.724 Exemplare (minus 1,77 Prozent), und auch in den karten Kategorien Abonnements und Einzelverkauf muss die Zeitschrift aus dem Hause Burda Federn lassen. 81.413 mal ging der "Focus" im 1. Quartal 2013 über den Ladentisch, im Vergleich zum 1. Quartal 2012 ein Minus von 21,58 Prozent. Die Abos gingen um 8,14 Prozent auf 193.694 Exemplare zurück. Als Grund macht der "Focus" selbst neue Titelthemen verantwortlich, die zwar der Positionierung gedient, aber im Einzelverkauf teilweise nicht funktioniert hätten. Das 2. Quartal habe bereits viel besser gewonnen: "Wir sind optimistisch, dass der Ausschlag nach unten einmalig war."

Mit 883.310 Exemplaren gab auch die verkaufte Auflage des "Spiegel" im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,37 Prozent nach. Schwer blieb es für die Hamburger vor allem am Kiosk. Hier liegt das Minus im Vergleich zum 1. Quartal 2012 bei rund 15 Prozent, 272.933 Exemplare gingen über den Ladentisch. Bei den Abonnements verlor der "Spiegel" rund 3,6 Prozent. Und auch beim "Stern" hat sich der mit Aktionspreis und massiver Werbung gepushte Relaunch noch nicht in den Abozahlen niedergeschlagen. Hier muss Gruner + Jahrs Flaggschiff ein Minus von 9,62 Prozent hinnehmen. kl
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