IVW I/2010: "Landlust" legt um knapp 50 Prozent zu, "TV Spielfilm" verliert

Mittwoch, 14. April 2010
Erneut unter den Top-Gewinnern
Erneut unter den Top-Gewinnern

Im 1. Quartal leiden laut den aktuellen IVW-Zahlen vor allem die IT- und Computertitel (minus 10,9 Prozent) unter Auflagenschwund. Zweistellig prozentual legen lediglich die Kinderzeitschriften (plus 19,6) zu. Die großen Segmente der aktuellen Zeitschriften und Magazine (minus 4,2) und Programmzeitschriften (minus 3,9) verlieren dagegen leicht. Hier ein Blick auf die übrigen Ergebnisse. Der Gewinner unter den Kaufzeitschriften - sortiert nach absoluten Zuwächsen - ist ein alter Bekannter: „Landlust" (Landwirtschaftsverlag Münster) verbessert sich um satte 48,7 Prozent gegenüber I/2009. Zumindest in diesem Quartal merkt Verlagschef Karl-Heinz Bonny also noch nichts von der aufziehenden Konkurrenz aus Richtung WAZ und Burda. Ebenfalls unter den Tops sind „Welt der Wunder" (plus 31,9 Prozent) sowie die Programmzeitschriften „TV 14" (plus 3,2), „TV Direkt" (plus 5,8) und das Supplement „Prisma" (West-Ausgabe: plus 2,2).

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Im Bereich der monatlichen Frauenzeitschriften fällt Condé Nasts Pockettitel „Glamour" positiv auf: Das Magazin, das seinen Erscheinungsrhythmus wieder auf monatlich umgestellt hat, kommt auf 521.781 verkaufte Hefte (plus 10,4 Prozent). „Für das erneute Auflagenplus ist die Umstellung auf monatliches Erscheinen nicht mehr verantwortlich, sondern das stimmige Gesamtpaket aus Redaktion, Marketing und Vermarktung", sagt Publisherin Manuela Kampp-Wirtz. Damit liegt das Magazin in diesem Segment vor  „Instyle"( 472.308) und „Joy" (409.682). Deutliche Zuwächse im Frauensegment verzeichnet auch der wöchentliche People-Titel „OK" der Mediengruppe Klambt mit 25,2 Prozent Plus auf 215.074 verkaufte Hefte.

Die Verlierer unter den Kaufzeitschriften - erneut gerankt nach absoluten Verlusten - sind die TV-Zeitschriften der VG Milchstrasse (Burda) „TV Spielfilm plus" (minus 11,6 Prozent) und Axel Springers „TV Digital" (minus 6,7 Prozent). „TV Movie" von Bauer Media verliert ebenfalls - mit minus 5,7 Prozent allerdings nicht ganz so deutlich wie die Konkurrenten.

Auch die großen Nachrichtenmagazine haben immer noch den Rückwärtsgang eingelegt: Trotz „Rebrush" verbucht „Focus" ein Minus von 14 Prozent im Gesamtverkauf und erzielt 587.583 verkaufte Hefte - allerdings hatte Geschäftsführer Frank-Michael Müller seit dem Vorjahresquartal Bordexemplare und unrentable Abos deutlich gekappt. Zumindest beim Kioskverkauf kann er die Heftüberarbeitung als geglückt betrachten. Hier meldet der Verlag 118.936 verkaufte Hefte - das ist ein Plus von 11,2 Prozent gegenüber 1/2009. Im Abo-Verkauf erzielt „Focus" dagegen ein Minus von 27 Prozent und kommt nur noch auf 242.585 verkaufe Exemplare.

Beim „Spiegel" verbucht Thomas Hass, Leiter Vertriebsmarketing ein leichtes Minus von 4,0 Prozent bei einem Gesamtverkauf von 1.009.996 Exemplaren. „Vergleiche mit dem Vorjahresquartal sind nur bedingt möglich. Der Spiegel hatte im 1. Quartal 2009 auf Grund der Finanzkrise und des 60-jährigen Jubiläums der Bundesrepublik Deutschland einen sehr guten Quartalsverkauf", so Hass. Im Einzelverkauf verzeichnet „Der Spiegel" Verluste (minus 7,1 Prozent / 347.614 verkaufte Hefte), der Abo-Verkauf ist mit 473.156 Exemplaren (minus 0,3 Prozent) stabil.

Beim „Stern" fällt die Bilanz fürs 1. Quartal wenig erfreulich aus: Mit minus 6,9 Prozent verzeichnet das G+J-Magazin einen Rückgang der Gesamtverkäufe auf 897.104 Hefte. Im Einzelverkauf erzielt der Titel nur noch 295.137 Exemplare - und hat mit minus 12,8 Prozent damit das größte Minus im EV unter den drei aktuellen Magazinen. Der Abo-Verkauf ist mit 311.063 verkauften Heften (minus 2,6 Prozent) dagegen nur leicht rückläufig. se
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