IVW: "Focus" kann nur am Kiosk glänzen / Magazine liegen insgesamt im Plus

Freitag, 21. Oktober 2011
Gute Kioskverkäufe hieven den "Focus" ins Plus
Gute Kioskverkäufe hieven den "Focus" ins Plus

Die gute Nachricht zuerst: Der "Focus" konnte seine verkaufte Auflage im 3. Quartal wie bereits berichtet um 1,34 Prozent steigern. Doch die nun veröffentlichten Detailzahlen der IVW zeigen: Das Plus wurde fast nur über den Einzelverkauf erzielt. Die Zahl der Abos ist dagegen weiter rückläufig. So sank die Zahl über Abos verkauften Hefte um 5,8 Prozent auf rund 212.500 Exemplare. Glücklicherweise konnte der "Focus" diesen Rückgang mit einem Zuwachs der Einzelverkäufe von 6,6 Prozent mehr als ausgleichen - die Gunst der Leser am Kiosk will aber von Woche zu Woche aufs neue erobert werden.

Hier patzte im 3. Quartal "Der Spiegel": Die Einzelverkäufe sanken im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7,2 Prozent und ziehen damit die gesamte verkaufte Auflage nach unten, die um rund 4 Prozent nachgibt. Bei den Abos fällt das Minus mit knapp 3 Prozent dagegen geringer aus. Auch der dritte große Titel im Segment der aktuellen Zeitschrifte, der "Stern" hat mit sinkenden Abo-Zahlen zu kämpfen: Mit rund 264.000 Exemplaren sinkt die Abo-Auflage im Vergleich zum Vorjahresquartal um 11 Prozent. Die weutgehend stabilen Einzelverkäufe federn das das Minus unter dem Strich aber auf 5,6 Prozent ab.

Insgesamt konnte das Segment der Publikumzeitschriften im 3. Quartal aber den Abwärtstrend stoppen und wieder leicht zulegen. Im Vergleich zum 3. Quartal 2010 stieg die Gesamtzahl der verkauften Zeitschriften leicht um 0,17 Prozent. Vor allem am Kiosk gingen wieder mehr Zeitschriften über den Ladentisch: Hier stiegen die Verkäufe um 0,5 Prozent.

Keine Entwarnung gibt es hingegen bei den Tageszeitungen: Insgesamt sank die verkaufte Auflage der Zeitungen in Deutschland um 3,4 Prozent, wobei vor allem der Einzelverlauf mit 7,2 Prozent im Minus liegt. Geringer fallen die Verluste bei den Abos aus, die um 1,9 Prozent zurückgehen. Bei den Wochenzeitungen schlägt vor allem die Abmeldung des "Europa-Ekspress" auf die Zahl der Gesamtverkäufe durch, die um 6 Prozent zurückgeht.

Weitgehend stabil präsentieren sich die Fachzeitschriften: Die Gesamtzahl der verkauften Hefte sinkt marginal um 0,24 Prozent. dh
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