IVW-Detailauflagen: Viele Steigerungen bei "harter Währung"

Dienstag, 20. Juli 2010
Nicht unerwartet aber immer wieder schön: Größter EV-Gewinner
Nicht unerwartet aber immer wieder schön: Größter EV-Gewinner

Eine Woche nach Bekanntgabe der Gesamtverkäufe für das 2. Quartal stehen nun auch die Detailauflagen fest. Erfreulich: Die Auflagengewinner können fast alle mit Zuwächsen in der "harten Währung" Abo- und Einzelverkauf punkten. Beispiel "Landlust": Das Magazin aus dem Landwirtschaftsverlag baut im Vergleich zum Vorjahresquartal Einzel- (plus 70,22 Prozent) und Abo-Verkäufe (plus 32,82 Prozent) nochmals ordentlich aus. Gleichzeitig wurden die Freistücke auf rund 20.000 Exemplare verdoppelt. Vier Programmzeitschriften konnten im 2. Quartal ihre Auflage so klar ausbauen, dass sie es in die Top 10 der Reichweitengewinner schafften: "TV 14" (Bauer) steigerte vor allem den Einzelverkauf (plus 6,6 Prozent) auf 2.009.562 Hefte, der Abo-Verkauf kletterte um 1,22 Prozent. Der Programmie ist damit der einzige 2-Millionen-Seller im Markt.

Der Gong-Verlag hat gleich drei Aufsteiger zu vermelden: "TV Direkt" (Abo: plus 12,17 / EV: plus 4,45), "TV für mich" (Abo: plus 117,03 / EV: plus 32,6) und "Nur TV" (Abo: plus 2,61/ EV: plus 8,43). Alle drei können also ebenfalls in der „harten Währung" Zuwächse erzielen. Im Falle von "TV für mich", der einzigen Programmzeitschrift die sich explizit an Frauen wendet, auf einem niedrigeren Niveau - doch immerhin verkauft sich der Titel bereits 221.233 mal am Kiosk.

Als einzige Frauenzeitschrift schaffte es diesmal "Glamour" (Condé Nast) in die Top-10 - und verkauft mittlerweile monatlich über eine halbe Million Hefte. Der Löwenanteil davon (371.831 Hefte) wird im Einzelverkauf erzielt - das sind rund 18 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Vergleich dazu ist der ebenfalls gestiegene Abo-Anteil (plus 28,17 Prozent) mit insgesamt 42.845 Heften sehr überschaubar.

Und aufseiten der Auflagenverlierer? Hier haben zahlreiche Titel ihre Auflagen um unrentable Exemplare bereinigt. Doch auch vor Abo- und Kioskverkauf steht oft ein Minus. "TV Spielfilm plus" (Verlagsgruppe Milchstrasse) hat Lesezirkelexemplare, Freistücke und Sonstige Verkäufe zweistellig reduziert. Während die Einzelverkäufe nahezu konstant bleiben (minus 1,66 Prozent) gehen die Abo-Verkäufe um 6,44 Prozent auf 781.962 Hefte zurück. Dennoch ist die Titelkombi - nach "TV 14" - der zweitgrößte Auflagenbringer unter den Kauftiteln im Markt.

Der "Focus" (Focus Magazin Verlag), der sich von unrentablen Abos getrennt hat, verliert hier 23,19 Prozent und kommt noch auf 232.674 Exemplare. Der Einzelverkauf sinkt im Vergleich zum Vorjahresquartal - also vor dem Relaunch im Januar 2010 - um 6,02 Prozent auf 118.241 verkaufte Hefte. Die Freistücke sind nochmals deutlich reduziert worden.

Beim Konkurrent "Stern" (G+J) ging der Einzelverkauf deutlich (minus 11,8 Prozent) auf 287.946 Exemplare zurück. Der Abobereich sank um 3,32 Prozent auf 303.250 Hefte. Auch hier wurden Lesezirkel-, Bord-, Sonstige Verkäufe und Freistücke zurückgefahren. In diesen Kategorien hat auch "Der Spiegel", der erstmals weniger als 1 Million Hefte verkauft, gestrichen. Einzel- (minus 3,73 Prozent) und Aboverkauf (minus 1,23) sanken hingegen nur leicht. se

Mehr zum Thema IVW lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 29/2010, die am Donnerstag, 22. Juli erscheint.
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