IVW 3/2010: Zeitungen bleiben fast stabil

Donnerstag, 14. Oktober 2010
Das "Handelsblatt" wächst gegen den Trend
Das "Handelsblatt" wächst gegen den Trend

Im 3. Quartal 2010 verlieren die überregionalen Zeitungen zusammen im Vorjahresvergleich 1,7 Prozent der Auflage. Lediglich Holtzbrincks "Handelsblatt" kann leicht wachsen und zwar um 1,1 Prozent auf 136.612 verkaufte Exemplare. Darin dürfte sich die Handschrift des seit diesem Jahr amtierenden Chefredakteurs Gabor Steingart spiegeln, der im April vom "Spiegel" nach Düsseldorf gewechselt war.  "Handelsblatt"-Konkurrent "Financial Times Deutschland" (Gruner + Jahr) bleibt mit 100.920 Verkäufen relativ stabil. Das größte Minus muss Axel Springers "Welt" mit einem Rückgang von 3,7 Prozent auf 254.785 Stück hinnehmen. Die Auflage der Zeitung wird gemeinsam mit der der kleinformatigen "Welt Kompakt" ausgewiesen. Als Ursache macht Springer aus, dass das 3. Quartal mehr Remissions- als Lieferwochen aufweist. Bis Jahresende werde sich der Effekt nivellieren, hofft man in Berlin. Die Auflage der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sinkt um 1,4 Prozent auf 362.387 Stück, die der "Süddeutschen Zeitung" um 1,6 Prozent auf 423.128.

Die wöchentlich erscheinende "Welt am Sonntag" hält ihre Auflage von 401.620 Exemplaren. Auch die "Zeit" liegt mit 493.991 Stück auf Vorjahresniveau. Im Einzelverkauf konnte die Wochenzeitung jedoch um 3,51 Prozent zulegen. Springers "Bild am Sonntag" verliert 1,9 Prozent und konnte 704.852 Exemplare verkaufen. pap
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