IQ löst Vermarktung internationaler Medien auf

Mittwoch, 23. Dezember 2009
IQ-Chefin Marianne Dölz
IQ-Chefin Marianne Dölz

Der Umbau beim Holtzbrinck-Vermarkter IQ Media Marketing geht weiter. Zum Jahresende gibt IQ den Geschäftsbereich International Media Service auf, der bislang von Robert Breen geleitet wurde. Damit bestätigt der Vermarkter entsprechende Informationen von HORIZONT (Ausgabe 51-52/2009). Wolfgang Jäger, bislang Verlagsrepräsentant für die Nielsen-Gebiete 3b, 4, 5 und 6, übernimmt die internationalen Aktivitäten im Rahmen eines Management-Buyouts und überführt sie in die neue IMV Internationale Medien Vermarktung. Die IMV soll "in Zukunft eng mit der IQ Media Marketing zusammenarbeiten und dadurch die Kontinuität für Kunden und Vermarktungspartner sicherstellen", sagt Marianne Dölz, seit Oktober Sprecherin der IQ-Geschäftsführung. Sie will sich mit ihrem Team dann ganz auf das deutsche Geschäft konzentrieren und hatte erst Ende November bekannt gegeben, die lokale Agenturbetreueung durch die Gründung von zentralen Branchenteams verbessern zu wollen und im Zuge des Umbaus 30 Leute entlassen zu müssen. Im Bereich International Media Service sind rund ein Dutzend Mitarbeiter tätig.

Die Branchenteams, die ebenfalls zum 1. Januar ihre Arbeit aufnehmen, sollen den Kunden spezielle Angebote schnüren. Heike Fortmann-Weyers wird diese dritte Linie verantworten, die Dölz bei IQ neben den Agenturkontakten, um die sich Bernd Picker kümmert, und dem Mandantengeschäft, für das Gerrit Rabenstein zuständig ist, etabliert.

Nicht nur die wirtschaftliche Großwetterlage macht IQ derzeit zu schaffen, die unter anderem die stark gebeutelten Holtzbrinck-Titel "Handelsblatt" und "Wirtshcaftswoche" vermarkten, auch im Mandantengeschäft steht IQ derzeit unter Druck. Erst vergangene Woche hatte der Düsseldorfer Vermarkter die Vermarktung von Ringiers Magazin "Cicero" an G+J EMS verloren. Auch im Pitch um die Onlinewerbung bei FAZ.NET soll es derzeit nicht gut aussehen. Zum Mandanten-Portfolio gehören außerdem der TV-Sender Arte, BBC.com und "Mare". pap
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