IPTV: Hochwertige Inhalte entscheiden Wettbewerb

Mittwoch, 17. Oktober 2007

In Sachen IPTV sind zurzeit weniger die Einnahmequellen, sondern hauptsächlich die Reichweitenerhöhung für Content-Anbieter von Interesse, so die Ergebnisse der Studie "Next Generation TV" von Deloitte. Die Etablierung von kospenpflichtigen Angeboten werde in naher Zukunft nicht stattfinden. Um die Möglichkeiten von IPTV voll auszuschöpfen, müssten Bedingungen wie hochwertige Inhalte, attraktive Preise und die Optimierung der Endkundenbeziehungen gegeben sein. Bei etwa 15 Millionen deutschen Haushalten mit Breitbandanschluss seien die Voraussetzungen für die Verbreitung von IPTV jedoch günstig, so Deloitte-Senior Manager Klaus Böhm. Damit einhergehende mögliche Formen wie Video on Demand oder Timeshift TV böten hohe Potenziale, würden aber, so die Studie, von den Nutzern bisher nicht nachgefragt. Sowohl die Content-Anbieter als auch die beteiligten Telekommunikationsunternehmen sehen auf absehbare Zeit eine Dominaz des linearen Fernsehens. Der Mehrwert von IPTV gegenüber anderen TV-Plattformen könnte laut Deloitte etwa in Premium-Content- oder Special-Interest-Programmen liegen.

Für die Content-Anbieter stelle IPTV kein großes Risiko dar. Um alle Potenziale des neuen Kanals nutzen zu können, müsse langfristig auf kostenpflichtige Angebote gesetzt werden. Die Herausforderung bestehe darin, ein neues audivisuelles Content-Erlebnis zu kreieren, das Konsumenten und Werbetreibende überzeugt, mehr für die Dienstlesitung zu bezahlen als bisher, so Böhm. jf

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