IP verabschiedet sich vom Preisritual

Freitag, 16. Juli 2004

Der RTL-Vermarkter IP Deutschland sagt sich vom TV-Preisritual los und veröffentlicht erstmals zum 1. August keine Werbetarife für das kommende Jahr. "Wir schreiben die Preise aus dem Herbst fort", erklärt IP-Geschäftsführer Martin Krapf. Damit will der Vermarkter der Buchungs- und Planungsrealität Rechnung tragen und die Effizienz erhöhen.

Ohnehin werden die Preise ständig der Nachfrage und Programm-Performance angepasst, Programmschemata und Mediapläne im Sechs-Wochen-Rhythmus optimiert. Krapf: "Jetzt Preise zu veröffentlichen, die im kommenden Jahr nicht mehr stimmen, ist der größte Anachronismus in diesem ansonsten hochentwickelten Markt." Versteckte Preiserhöhungen werde es nicht geben. Die Entwicklung des Marktes und der Senderleistung seien die Richtschnur.

Den Vorstoß versteht Krapf auch als Einladung an Agenturen und Kunden über die grundsätzliche Reform des Systems bis 2006 zu diskutieren. Sein Ideal: Die Ersteinbuchung im Herbst abschaffen, nach der jeder Spot im Schnitt derzeit noch 15 Mal umgebucht wird und auf Basis von Jahrescommitments zu einem Sechs-Wochen-Vorlauf auf Grundlage der Programmschema-Optmierung zu kommen. Verkaufsleiter Matthias Dang bekräftigt: "Wenn Spots nicht mehr so häufig bewegt werden müssen, steigt auch die Effizienz der Agenturen." he
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