IP startet Testphase für Involvement-Index

Freitag, 03. Dezember 2010
IP-Geschäftsführer Florian Ruckert will Involvement sichtbar machen
IP-Geschäftsführer Florian Ruckert will Involvement sichtbar machen


Bei IP Deutschland geht es nun Schlag auf Schlag. Nachdem der Vermarkter der RTL-Gruppe gerade angekündigt hat, künftig parallel
die Zielgruppe 20-59 Jahre auszuweisen, will IP auch das Thema Impact Index vorantreiben. In dem im August in HORIZONT vorgestellten Modell (Ausgabe 34/2010) geht es darum, das Involvement der Zuschauer abzubilden und in die Mediaplanung einzubeziehen. Ab März 2011 will IP in den Test gehen und den Mediaagenturen die so genannten i-Werte, die das Involvement der Zuschauer abbilden, zur Verfügung stellen. "Ich glaube, dass das die Planung revolutionieren wird", sagte Florian Ruckert, Geschäftsleiter Marketing der IP, gestern vor Journalisten in Köln. Ziel der IP ist es, dass in der Planung nicht nur Tausend-Kontakt-Preise berücksichtigt werden, sondern auch das Umfeld, in dem die Werbung erscheint. Aktuell kann der Vermarkter beobachten, dass Budgets von erfogreichen Primetime-Formaten abgezogen und in andere Zeitschienen verschoben werden, deren Programme weit weniger involvierend sind als zum Beispiel die Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar". "Es ist eine Argumentationshilfe für Premiumumfelder", sagt Ruckert. 

 In den vergangenen Monaten hat IP das Modell den Mediaagenturen vorgestellt. Fast alle haben eigene, zum Teil sehr komplexe und aufwändige Ansätze, um sichtbar zu machen, wie das Involvement auf die Werbung wirkt. Die IP hat ihr Modell mit Hilfe der Agenturen angepasst. Der Impact Index berücksichtig sowohl die Werbeinsel als auch das davor beziehungsweise danach laufende Programm. Noch laufen die Detaildiskussionen.

Ab Januar soll es ein erstes Analysetool geben, das auf AGF-Daten zugreift. Damit werden die Involvement-Reichweite (IRW = Reichweite aller Zuschauer, die den Werbeblock und vorgeschaltetes Programm gesehen haben) ermittelt sowie der i-Share (Prozentanteil der Involvement-Reichweite an der klassischen Sehbeteiligung) und der iTKP (iTKP=iRW x 1000). Ab Februar will IP dann die genaue Methodik bekanntgeben. Ab März soll das Tool allen Mediaagenturen offen stehen und in die Testphase gehen, kündigt IP-Chef Martin Krapf an. pap
Meist gelesen
stats