IP muss brutto deutlich Federn lassen

Donnerstag, 12. Februar 2009
Steht unter Druck: IP-Chef Martin Krapf
Steht unter Druck: IP-Chef Martin Krapf

Was die Branche schon seit Jahresbeginn munkelt, dafür liefern die - allerdings nur begrenzt aussagekräftigen - Nielsen-Zahlen für Januar nun Ansatzpunkte: IP Deutschland steht deutlich unter Druck. Der Brutto-Werbeumsatz der Sender der RTL Mediengruppe, die IP vermarktet, geht um satte 16,6 Prozent zurück. Insgesamt verliert der TV-Werbemarkt brutto im Vorjahresvergleich 4,5 Prozent und landet im Januar bei rund 511 Millionen Euro. Allein das Flaggschiff RTL verbucht brutto ein Minus von 16,3 Prozent. Vox muss gar ein Fünftel des Umsatzes lassen, Super RTL minus 6,8 Prozent, N-TV minus 2,8.

Der schärfste Konkurrent, die von Seven-One Media vermarkteten Sender der Pro Sieben Sat 1-Gruppe in München, legen dagegen insgesamt leicht um 2,7 Prozent zu. Sie starten jedoch von einem ohnehin geringeren Niveau, weil bei ihnen die Werbeumsätze in Folge des im Herbst 2007 eingeführten und mittlerweile abgeschafften Rabattmodells bereits Anfang vergangenen Jahres auf breiter Front eingebrochen waren. Der oberste Vermarkter Klaus-Peter Schulz, kämpft derzeit mit allen Mitteln darum, das verlorene Geld wieder rein zu holen. Sat 1 legt um 5,8 Prozent zu, Pro Sieben um 2,2, N24 um 2,1, Kabel Eins verliert jedoch 6,4 Prozent.

El Cartel, der Vermarkter von RTL 2, verzeichnet dagegen ein Plus von 7,4 Prozent. Bei den öffentlich-rechtlichen Sendern geht es um 5,7 Prozent nach unten. pap
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