IP führt disproportionale TV-Preise ein

Montag, 14. Juni 1999
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Der TV-Vermarkter IP Deutschland wird zum 1. Januar 2000 die Sekundenpreise für Werbespots unter 30 Sekunden verteuern und für Spots über 34 Sekunden senken. Dies gilt für die Sender RTL, RTL II und Super RTL. Primäres Ziel der disproportionalen Preisgestaltung sei es, den Trend zu immer kürzeren Spots zu stoppen und damit die Werbeakzeptanz beim Zuschauer zu steigern. Zugleich verringere sich der Handlingsaufwand für den Vermarkter. Die disproportionale Preisgestaltung werde darüber hinaus durch den degressiven Verlauf des Spot-Wirkungspotentials gestützt. "Mit dieser notwendigen Entscheidung betreten wir keineswegs vermarkterisches Neuland, sondern knüpfen damit an eine Preisdifferenzierung an, die nicht nur in ausländischen TV-Märkten längst Usus ist, sondern auch in Deutschland bis ins Jahr 1994 bereits fest im Fernsehmarkt verankert war und im Printbereich nach wie vor besteht", erläutert IP-Geschäftsführer Walter Neuhauser die Preisgestaltung in einem Schreiben, das heute bei den Kunden eintraf. Diese reagierten mit dem Vorwurf der versteckten Preiserhöhung auf die Maßnahme des größten deutschen TV-Vermarkters.
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