IP-Deutschland legt Werbepreise vor

Mittwoch, 01. August 2001

Erwartungsgemäß hat IP-Deutschland, der Werbezeitenvermarkter der RTL-Gruppe, die Tarife in der Preisrunde 2002 nur zurückhaltend erhöht. Mit Preisanpassungen im unteren einstelligen Prozentbereich will die IP der Werbewirtschaft in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld Sicherheit und Stabilität in der Medialeistung signalisieren.

Der Schritt sei allerdings nicht aus der Not geboren, sagt IP-Geschäftsführer Walter Neuhauser: "Wir sind sehr behutsam an die Preise gegangen, obwohl wir immer noch einen Nachfrage-Überhang bei vielen Formaten haben." Beim RTL und bei Super RTL werden die Tarife im Schnitt ungefähr in Höhe der Inflationsrate angepasst.

Mediaplaner haben für die Sender einen Preisaufschlag von 2 bis 4 Prozent errechnet. Bei Super-RTL wachsen die Kinder-Tarifgruppen überproportional, die durch die Neueinführung des Programmlabels "Toggo" eine positive Reichweitenentwicklung erlebten. Bei RTL sind insbesondere für erfolgreiche Prime-time-Formate spürbare Aufschläge zu zahlen. So kostet ein 30-Sekünder bei "Wer wird Millionär" künftig 88.000 Euro (plus 7 Prozent). Bei Vox hat der Vermarkter nach eigener Einschätzung, die Leistungssteigerung nicht zur Gänze in höhere TKPs umgesetzt.

Nach den Berechnungen der Mediaplaner beträgt der Preisaufschlag trotzdem im Schnitt 4 Prozent. Deutlicher Verlierer der aktuellen Preisrunde ist RTL 2, das nach dem Ende des Realitybooms sinkende Werbepreise insbesondere in der Primetime hinnehmen muss. Hier kommen die Mediaplaner auf ein durchschnittliches Minus von 10 Prozent bei den Werbetarifen.
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