IMG: Pirzer geht von Bord

Montag, 28. Januar 2008
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IMG Europe muss künftig ohne seinen langjährigen Chef auskommen. Christian Pirzer verlässt den Sportrechtevermarkter. Dies bestätigt die Deutschland-Zentrale der International Management Group in der Münchener Prinzregentenstraße. Die Trennung soll zügig erfolgen, Pirzer räumt sein Büro bereits zum Ende des laufenden Monats. Christian Pirzer und IMG - eigentlich eine feste Assoziationskette. Der leidenschaftliche Skifahrer legt eine bemerkenswerte Karriere hin im Unternehmen des "Erfinders" des Sportmarketings, Mark McCormack. Er wird mit 29 Jahren Deutschland-Chef des Agentur-Konzerns und damit jüngster Länderchef des gesamten Unternehmens. Pirzer treibt den Ausbau des Players hierzulande voran, erhält die Verantwortung für die Schweiz und Österreich dazu, ist schließlich verantwortlich für den gesamten europäischen Markt.

Dass sich der inzwischen 40-jährige Bayer mit seinem "Ziehvater" mitunter harte Dispute liefert (McCormack ist inzwischen verstorben) ist ebenso bekannt wie Pirzers Gradlinigkeit. Offenbar störte sich Pirzer aber an der Schlagseite, die die Agentur inzwischen in strategischer Hinsicht hatte. Das Europageschäft wurde nicht in dem Maße vorangetrieben wie das in den USA. IMG kam etwa im deutschen Fußballgeschäft nicht so voran, wie es vor Jahren mit dem Einstieg als Vermarktungspartner des 1. FC Köln und dem VfL Wolfsburg geplant war.

Pirzer selbst will im Gespräch mit HORIZONT SPORTBUSINESS nicht auf die Hintergründe eingehen. Nur soviel: "Nach 17 Jahren bei IMG ist es Zeit geworden, einen Schnitt zu machen. Es sind viele persönliche Gründe, die mich zu dem Schritt bewogen haben." Die Trennung von der Agentur sei im "besten Einvernehmen" erfolgt. Dass man ihn auf dem Segment der Sportvermarktung wiedertreffen wird, bestätigt er ausdrücklich. "Wer mich kennt, weiß, dass ich einen solchen Schritt nichts ins Blaue hineinmache." Es gäbe konkrete Pläne, allerdings seien die Details noch offen. oz

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