I-D-Gruppe will an die Börse und holt Lothar Späth als Aufsichtsratsvorsitzenden

Donnerstag, 04. März 1999

Mit dem Gang an die Börse, der noch in diesem Jahr stattfinden soll, will I-D Media, international bekannt unter dem Namen I-D-Gruppe, ihr Wachstum finanzieren und ihre internationale Präsenz ausbauen (HORIZONT 3/99). Firmengründer und bisheriger Alleingesellschafter Bernd Kolb: "Wir haben neben den am Markt eingeführten Dienstleistungen eine Reihe interessanter Produkte in der Pipeline, für deren weitere Entwicklung und Vermarktung wir Finanzkapital brauchen." Die Weichen sind gestellt: In Kürze wird die I-D-Media in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, den Vorsitz des dreiköpfigen Aufsichtsrats übernimmt Lothar Späth, Vorstandsvorsitzender der Jenoptik AG. Gleichzeitig wird es eine neue Gesellschafterstruktur geben: Kolb wird Anteile an die Investmentgesellschaft Private Equity Bridge Investment und die Deutsche Effecten-und Wechselbeteiligungs-AG (DEWB), ein Tochterunternehmen der Jenoptik, verkaufen. Dabei übernimmtdie Private Equity Holding 15 Prozent, die DEWB 10 Prozent. Die restlichen 75 Prozent bleiben bei Bernd Kolb, der allerdings nicht ausschließt, daß sich noch vor dem Börsengang weitere Partner an der I-D-Media beteiligen werden. I-D-Media liegt mit einem Umsatz von 14,9 Millionen Mark im Jahr 1998 auf Platz 4 im HORIZONT-Ranking der größten deutschen Multimedia-Agenturen. An den Standorten Essingen, neuerdings Hamburg und Stuttgart werden insgesamt 160 festangestellte Mitarbeiter beschäftigt. Zu den großen Kunden der Agentur gehören Sony, Swatch, VW, Reemtsma und die Deutsche Telekom.
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