Hypo-Vereinsbank nur mangelhaft gegen Hackerangriffe geschützt

Montag, 17. September 2001

Der Hypo-Vereinsbank droht ein schwerer Imageschaden, denn offenbar ist das Homebanking-System des Kreditinstituts nicht ausreichend gegen Hackerangriffe geschützt. Hintergrund ist ein Beitrag des TV-Magazins „ARD-Ratgeber-Technik“ von Sonntagabend, der zeigte, wie vom Norddeutschen Rundfunk beauftragte Hacker den zentralen Homebanking-Computer des Kreditinstituts knackten. Dabei sei es gelungen, 1,5 Millionen Online-Buchungen samt Geheimnummern abzufangen. Durch einen falsch konfigurierten Web-Server hätten die Hacker zudem die Daten mehrerer tausend Bankkunden einsehen können. Auch eine Transaktionsnummer hätte abgefangen werden können, wodurch ein Bankraub von 100 Mark ermöglicht wurde. Das Online-Banking-Angebot wurde offenbar gestoppt. Der Finanzkonzern war bislang noch zu keiner Stellungnahme bereit.
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