Hundetod bei "Wetten, dass...?": Tierschutzbund kritisiert ZDF

Mittwoch, 10. Oktober 2012
Nach der Hundehaar-Wette kam Tpypudel Monarch (nicht im Bild) ums Leben (Bild: ZDF/Sascha Baumann)
Nach der Hundehaar-Wette kam Tpypudel Monarch (nicht im Bild) ums Leben (Bild: ZDF/Sascha Baumann)

13,62 Millionen Zuschauer und ein Todesfall: Bei der "Wetten, dass...?"-Sendung am vergangenen Samstag ist ein Hund ums Leben gekommen. Das Tier war Teil einer Wette - nun gibt es Kritik vom Deutschen Tierschutzbund am ZDF. Toypudel Monarch gehört zu den Hunden, deren Rasse Teilnehmerin Monika Thaler nur anhand einer Fellprobe erkennen wollte. Nach der Wette sprang der Hund von einer Bank, kam unglücklich auf und starb wenig später. Zuvor habe der Pudel hat alle Proben und auch den Auftritt gut überstanden", so ZDF-Sprecherin Silke Blömer gegenüber der "Bild".  Obwohl er umgehend tiermedizinisch versorgt wurde, konnte der Hund nicht mehr gerettet werden.

Eine Mitschuld schließt der Sender aus: "Im Vorfeld wurde mit allen Hundebesitzern ausführlich gesprochen und abgeklärt, dass die Hunde einer solchen Situation gewachsen sind", so Blömer zur "Bild". "Wir bedauern diesen Vorfall außerordentlich, aber die Besitzerin hat im Nachgespräch den Vorfall ebenfalls als einen unglücklichen Unfall bezeichnet."

Das sieht der Deutsche Tierschutzbund anders. Präsident Thomas Schröder beklagt in einer Mitteilung der Tierschutzorganisation die wenig tiergerechte Situation, in der sich Monarch befand: "Publikum, grelles Licht, ein gerade für Hundeohren extrem hoher Geräuschpegel sind grundsätzlich keine Umgebung für Tiere. Die Wette hätte auch ohne Tiere im Saal funktioniert." ire
Meist gelesen
stats